Kritik | Gute Jungs, böse Mädchen von "Betty Dittrich"

Küstler:
Betty Dittrich
Redaktions-Wertung:
Titel:
Gute Jungs, böse Mädchen
Release:
22. Februar 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Bei „Unser Song für Malmö“ hat Betty Dittrich bereits bewiesen, wie überaus beschwingt die Kombination von schwedischem Charme, 60s-Sound und deutschen Texten mit süßem Akzent sein kann. „Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen alle nach Berlin“ haucht sie nun auf ihrem Debüt und sorgt damit für bunte Unterhaltung.

Wüsste man nicht, dass

Betty in Malmö geboren ist, würde man ihr fast französische Wurzeln zusprechen, so hört sie sich an. Charmant säuselt sie ihre Texte in die Welt, diskutiert über Kafka oder leckt ihre zarten Wunden, die sie zahlreichen Männern zu verdanken hat. Angelo, Jimmy, Jean-Michel, um nur einige zu nennen.

Aber klar, die attraktive Sängerin, die aus einer teils deutschen Musikerfamilie stammt, hat in ihrem jungen Leben sicher schon so einige Herzen gebrochen. Umso spannender, dass sie nun darüber singt und dabei an Fleetwood Mac oder France Gall erinnert. Wie ein Großstadt-Hippie tanzt und singt sich Betty durch Jahrzehnte/Stilrichtungen und das meist auch noch augenzwinkernd und mit viel Selbstironie. „Ich schreibe oft über meine eigenen Fehler – aber immer so, dass man darüber lachen kann. Denn ich bin alles andere als perfekt“,

sagt sie selbst.

Vielleicht ist es gerade ihre Distanz zur deutschen Sprache, die das Texten und Singen so spannend für sie macht. Sie spielt mit den Worten, als hätte sie nichts zu verlieren. Und das hat sie auch nicht. Denn die Solokünstlerin kann man irgendwie einfach nur mögen. Sie macht Musik für unbeschwerte Sommertage, nach denen man sich dank „Gute Jungs, böse Mädchen“ ganz besonders sehnt.

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