Streetdance Soundtrack

Küstler:
Various
Redaktions-Wertung:
Titel:
Streetdance Soundtrack
Release:
4. Juni 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Ob „Dirty Dancing“, „Honey“, „Fame“, „Flashdance“ oder „Footloose“ – zu einem richtigen Tanzfilm gehören nicht nur heiße Moves und zackige Choreos, sondern auch jede Menge Musik. So auch bei „Street Dance“, dem neuesten Tanz-um-dein-Leben-Streifen, bei dem die derzeit populäre 3D-Technologie mal wieder eine schlimme Misshandlung erfährt.

Aber zurück zur Musik. Der Nachteil an einem Soundtrack ist, dass einzelne Songs ohne entsprechende Szenerie, sprich beim reinen Hören, meist anders wirken. Sie verlieren ihren Glanz und ihre Power. So ergeht es leider auch einiges Tracks auf „Street Dance“, wobei der Einstieg mit „Pass Out“ von Tinie Tempah ganz gut gelingt. Der Opener entführt musikalisch direkt in ein Mario-Videospiel und sucht sich bedächtig seinen Weg in den Gehörgang. „We Dance On“ von N-Dubz ft. Bodyrox hat da weniger Erfolg. Die Nummer ist relativ unspektakulär und wird auch nach mehrmaligem Hören irgendwie nicht besser. Es folgen die Lightbulb Thieves mit „Work It Out“ und einem Intro aus der Nussknacker-Suite, das durchaus tanzbar ist. Im UK wird die Band bereits als englische Version der Black Eyed Peas gehandelt und in den Charts gefeiert.

Track Nr. 4 nennt sich „Tiny Dancer (Hold Me Closer)“ von Ironik ft. Chipmunk. Ein Song, der bereits mehrfach gecovert wurde, u.a. von den Red Hot Chili Peppers, Dave Grohl und DJ Marco Demark. Im Original stammt „Tiny Dancer“ von Elton John, dessen Stimme auch im Refrain der 2010er-Version zu hören ist. Ein Remix, der sein Chart-Potenzial im UK bereits bewiesen hat. Ebenso „Strong Again“, der zweite Song von N-Dubz. Die Nummer startet stark, schwächelt aber besonders im Chorus textlich. Dennoch ein Anspieltipp auf dieser Platte. An sechster Stelle folgt Pixie Lott mit „Live For The Moment“. Im Vergleich zu ihren anderen Hits wie „Mama Do“ und „Turn It Up“ eine unscheinbare Single, die stimmlich stark an Lady Gaga erinnert.

„Candy“ von Aggro Santos ft. Kimberly Wyatt ist dagegen wieder eine richtige Dance-Nummer, bei der man die Autoscheibe runter kurbeln und laut aufdrehen möchte. Der folgende Crazy-Cousins-Remix von Cheryl Coles „Fight For This Love“ stoppt dieses Feeling leider abrupt. Autsch. Hier wurde ein echter Hit rücksichtslos verstümmelt und bildet den musikalischen Tiefpunkt der Platte. Wer einen wirklich guten Remix hören will, sollte zum Cahill Mix greifen. Auf Platz 9 des Soundtracks ist anschließend Lethal Bizzle mit „Going Out Tonight“ zu hören und läutet die etwas rap-lastigere, zweite Hälfte des Samplers ein. Die Sugababes steuern „Get Sexy“ aus ihrem Flop-Album „Sweet 7“ bei, LP&JC „The Humblest Start“. Es folgt „Cash In My Pocket“ von Wiley, ein etwas gewöhnungsbedürftiger Track, bei dessen Refrain man irgendwie Max Mutzke vor Augen(brauen) hat. Erst mit Track 13 kommt wieder Stimmung auf. „Beggin`“ von Madcon dürfte jedem bekannt sein, denn in den deutschen Charts war die Single 2008 bereits 26 Wochen lang zu hören.

LP&JC ft. Skibadee, MC Det, Chrome & Blemish sind mit „The Club Battle” an 14. Stelle zu hören, liefern aber einen Song, der eine grässliche Mischung aus schlechtem Rap, Sirenen, Helium-Stimmen und einem merkwürdigen Tempowechsel ist. „Champion Sound“ von Fatboy Slim verspricht leider keine wirkliche Besserung. Erst bei Vega4 und „Life Is Beautiful“ wird man wieder hellhörig. Die Rockhymne will zunächst nicht recht auf die Platte passen, hat aber Potenzial. Ebenso „Broken“ von McLean. Nach „Strong Again“ der zweite Anspieltipp auf der Platte. Den Abschluss bilden Swiss ft. Music Kidz mit „One In A Million“. Nicht ganz so packend wie der Opener, aber dennoch hörenswert.

Letztlich ist der „Street Dance“-Soundtrack ebenso durchschnittlich wie der dazugehörige Film, bringt aber einige wenige Akustik-Perlen zum Vorschein.

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2 Kommentare

  1. kennst du vielleicht auch den song aus der szene bei der die steetdancer zum ersten mal freundschaftlich vor den Balletschülern tanzen?
    nach ca. 32 minuten

  2. Der Song heißt „What Would We Do“ und stammt im Original von DSK.
    Der Song im Film ist von Wiley und nennt sich „Wearing My Rolex“.

    Ich hoffe wir konnten Dir weiterhelfen.

    LG

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