Kritik | Burlesque Original Motion Picture Soundtrack

Küstler:
Cher, Christina Aguilera
Redaktions-Wertung:
Titel:
Burlesque Original Motion Picture Soundtrack
Release:
19. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Ob „Moulin Rouge“, „Hairspray“, „Chicago“, „Mamma Mia“ oder „Nine“ – Musicals haben sich in den letzten Jahren zu einem ganz eigenen Genre entwickelt und mehr und mehr Fans für sich gewonnen. Die Soundtracks sind dabei, bis auf wenige Ausnahmen, eine Klasse für sich und so verwundert es nicht, dass auch die Musik aus „Burlesque“ derzeit ganz heiß gehandelt wird.

In der Verfilmung von Steve Antin sind Cher und Christina Aguilera zu sehen bzw. zu hören und brillieren auf der Bühne der Burlesque-Lounge. Auch wenn der Streifen an sich recht klischeelastig und unspektakulär ist: Die Songs sitzen perfekt und machen den Soundtrack zu einem echten Must-Have. Besonders Christina Aguilera läuft in „Burlesque“ zur Höchstform auf und macht ihr eher mäßig erfolgreiches letztes Album „Bionic“ damit ein wenig vergessen.

Der Mix aus Blues, Jazz und Soul, mit dem sie schon bei „Lady Marmelade“ und „Ain’t No Other Man“ gepunktet hat, liegt ihr absolut. Ihre Powerröhre füllt jedes Format unvergleichlich aus. Für eine Cher blieb da nur wenig Platz und so durfte die 64-Jährige mit „Welcome To Burlesque“ und „You Haven’t Seen the Last of Me“ lediglich zwei Tracks beisteuern. Eigentlich eine Schande, denn zwei oder drei weitere Songs hätten dem Soundtrack ganz sicher nicht geschadet, sondern ihn im Gegenteil noch bereichert. Zumal es für Cher die ersten richtigen Aufnahmen seit sieben Jahren waren und sie mit ihrer Performance ganz klar gezeigt hat, dass sie auch nach einer mehr als 45 Jahren andauernden Karriere noch längst nicht zu den alten Eisen gehört.

Das hat auch Christina Aguilera schnell kapiert und ganz schüchtern von Chers Erfahrung partizipiert. Direkt nach der Fertigstellung von „Bionic“ hat sie sich als Co-Songwriter an dem Soundtrack zu „Burlesque“ beteiligt und gemeinsam mit Tricky Stewart die zwei Songs „Show Me How To Burlesque“ und „Express“ geschrieben. Auch mit Sia Furler (kurz Sia), die man hierzulande spätestens seit ihrem Hit „Clap Your Hands“ kennt, hat sie an einem Stück gearbeitet. An einem der Besten auf dem Album sogar. Weitere Tracks stammen aus der Feder von Claude Kelly, Samuel Dixon, Ron Fair und Linda Perry, die schon öfters mit Christina und Kolleginnen wie Pink und Gwen Stefani zusammengesessen hat.

Herausgekommen ist eine Tracklist, die keine Wünsche offen lässt und eine unglaubliche Palette an Songs bietet. Zu den stärksten Nummern zählen dabei definitiv die zwei Songs von Cher sowie „Something’s Got a Hold on Me“, „Express“, „Show Me How To Burlesque“ und das fantastische „Bound To You“ von Aguilera. Man fragt sich wirklich, wie Christina mit ihrem letzten Album so enttäuschen konnte, wenn man sie bei „Burlesque“ hört. Auch wenn ihre schauspielerische Darbietung nicht perfekt war – ihr Gesang war es und macht diesen Musical-Soundtrack zu einem der Besten der letzten Jahre. Einen Punkt Abzug gibt es lediglich für die recht kurze Tracklist, die gern doppelt so lang hätte sein können.

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1 Kommentar

  1. Die Handlung und das Ende dieses Filmes lassen sich eigentlich leicht vorhersehen. Ein unerfahrenes Mädchen aus Kleinstadt kommt nach L.A. um dort ein großes Abenteuer zu erleben. Man kann schon im Voraus vermuten, dass nach einigen Schwierigkeiten das Happy End kommt. Der Film wäre dann wenigsten aus dem Grund empfehlenswert, weil er ein unvergessliches Musikerlebnis anbietet.

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