Kritik | Tri-Polar von „Sick Puppies“

Küstler:
Sick Puppies
Redaktions-Wertung:
Titel:
Tri-Polar
Release:
1. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Sie machen keine halben Sachen, die Sick Puppies aus Australien. Deshalb haben Sänger und Songwriter Shimon Moore und seine einstige Klassenkameradin, die Bassistin Emma Anzai, auch nicht irgendjemanden in ihre Band aufgenommen, als sie den amerikanischen Markt stürmen wollten, sondern sich für den Schlagzeuger Mark Goodwin aus Orange County entschieden. Offensichtlich eine gute Wahl, denn nachdem das erste Video „All The Same“ bei YouTube vor drei Jahren über 43 Millionen Mal angesehen wurde, dürfte auch das mittlerweile zweite Studio-Album der Band ein Erfolg werden.

„Tri-Polar“ heißt es, ist eigentlich schon 2009 erschienen, und beinhaltet zwölf wirklich gut gemachte, rockige Songs, die dank der Stimme von Moore und dem Sound der Band irgendwie an die Glanzzeiten von Gruppen wie Puddle of Mudd, Staind oder P.O.D. erinnern. Vielleicht liegt das am neuen Produzententeam, das aus Antonina Armato und Tim James (Rock Mafia) besteht. Oder an den aufregenden vier Jahren, die das Trio zuletzt erlebt hat. Denn obwohl die Sick Puppies eigentlich schon seit 1997 bestehen, konnten sie erst 2007 mit ihrem Album „Dressed Up as Life“ so richtig auf sich aufmerksam machen.

Wer auch das verpasst hat, für den dürfte „Tri-Polar“ vielleicht eine kleine Entdeckung sein. Songs wie „Riptide“, „Maybe“, „Odd One“, „Should’ve Known Better“, „Don’t Walk Away“ und „My World“ stehen für Alternative Rock, Metal und Grunge. Und zwar in einer interessanten Mischung. Denn es sind besonders die sanften harten Töne, die den Sick Puppies zu liegen scheinen und die das Album mehr als hörenswert machen. Moore und Anzai haben an allen Tracks auf dem Album mitgeschrieben und geben zu, dass viele Aggressionen und persönliche Erlebnisse in ihre Arbeit mit eingeflossen sind. Emma sagt zu „Tri-Polar“: „Wir haben wirklich angefangen unseren eigenen Sound zu finden und gelernt, wie wir bestimmte Effekte erreichen können. Wir sind gespannt, wie unsere Songs live rüberkommen.“ Denn die Live-Auftritte haben für die Sick Puppies eine ganz besondere Bedeutung und sind das, was ihnen am meisten liegt. „Wenn wir die Bühne betreten, sind wir wie Gladiatoren, die in eine Arena einlaufen“, so Emma weiter. Der Besuch eines Live-Gigs der Sick Puppies ist also äußerst empfehlenswert. Bleibt nur zu hoffen, dass sie bald auch mal nach Deutschland kommen, denn derzeit touren sie bis Juni nur durch die USA.

Anspieltipps: „Riptide“, „Maybe“ und „My World“.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a