Kritik | Transition von „Steve Lukather“

Küstler:
Steve Lukather
Redaktions-Wertung:
Titel:
Transition
Release:
18. Januar 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Steve Lukather ist kein unbekannter Name, dürfte aber dennoch nicht jedem etwas sagen. Also Lead-Gitarrist bei Toto stand der 55-Jährige zwar nicht unbedingt im Hintergrund – zumal er auch als Sänger aktiv und eine Zeit lang sogar allein für den Gesang zuständig war – wurde aber in erster Linie als grandioser Gitarrist gefeiert. Dabei hat der Amerikaner nicht nur Talent als Komponist (drei Grammys hat ihm Toto eingebracht), sondern auch eine sehr tolle Stimme.

Die hat er solo mehrfach unter Beweis gestellt, denn es gibt bereits sechs Studioalben von ihm. Am 18. Januar kommt Album Nummer sieben dazu: „Transition“. Und auch hier zeigt Steve Lukather wieder, was er so auf dem Kasten hat. Gerade stimmlich. Er dokumentiert aber auch den offenkundigen Wandel, den er als Privatmensch und Musiker in den zurückliegenden Jahren durchlebt hat. „Vor etwa vier, fünf Jahren habe ich begonnen, so ziemlich alles zu verändern, was man als Mensch verändern kann. Ich wurde geschieden, vor zwei Jahren starb meine Mutter, und ich selbst habe viele Fehler begangen, sodass ich eine dunkle Phase meines Lebens durchstehen musste. Aber ich habe mich geändert, ich trinke nicht mehr, bin vollkommen frei von jeder Art Droge und führe ein grundsolides, sehr gesundes Leben“, so der Musiker.

Diese positive Veränderung ist auf „Transition“ hör- und spürbar. Auch wenn es ein eher ruhiges, stimmungsvolles Album ist, klingt es weniger düster als der Vorgänger „All’s Well That Ends Well“, das bislang wohl persönlichsten Werk von Steven Lukather. Obwohl der Longplayer nur neun Titel umfasst, ist er unheimlich facettenreich. Von klassischen über rockige bis hin zu fusionierten poppigen Parts ist alles vertreten. Daran beteiligt war auch eine namhafte Riege renommierter Instrumentalisten.Lee Sklar (u.a. Rod Stewart, Billy Cobham, Crosby, Stills, Nash & Young), Chad Smith (Red Hot Chili Peppers), Phil Collen (Def Leppard), Nathan East (Toto) oder Lenny Castro (Rolling Stones, Stevie Wonder). „Auf Transition spielen ausschließlich gute Freunde von mir“, erklärt Lukather nicht ohne erkennbaren Stolz. Den Titel „Do I Stand Alone“ kann er somit eigentlich gestrost verneinen.

Dazu ist dieser Mann viel zu talentiert – als Gitarrist, Sänger, aber auch Songwriter. Besonders das Schreiben hat sich erst in den letzten Jahren so wirklich herauskristallisiert. Vielleicht, weil Steve Lukather heute wirklich etwas zu sagen hat, weil er mehr zu reflektieren hat. Dennoch findet sich mit „Smile“ (Charlie Chaplin) auch eine rein instrumentale Nummer auf „Transition“. Steve hat sie seiner verstorbenen Mutter gewidmet. In den restlichen acht Titel erzählt und gibt er genug, um die (Vor)Freude auf seine nächste Tournee anzustacheln. Im März und April kommt der Musiker nach Deutschland.

STEVE LUKATHER Live 2013

24.03. Hamburg – Markthalle
10.04. Berlin – Lido
15.04. Aschaffenburg – Colos Saal
16.04. Hannover – Musikzentrum
17.04. Bochum – Zeche
19.04. Stuttgart – LKA Longhorn
20.04. München – Backstage Werk

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1 Kommentar

  1. na ja ….voller freude nach hannover ins musikzentrum 16. April 2013…
    Luke wie immer in hochform mit ausgezeichneter spielfreude…:)))
    sonst aber alles ultra old school und rockig sowie unfassbar laut , eine totale ein-mann-show, die band
    spielte standard/routine — völlig langweilig ohne musikalisches talent oder inspiration– da hatte luke schon bessere leute am start… sehr langweilig die bassistin immerhin mit passabler stimme…und völlig geschmacklos eric valentine an den drums — furchtbar unmusikalisch….
    Fazit … diese tour braucht kein mensch

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