Kritik | The Sea Of Memories von „Bush“

Küstler:
Bush
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Sea Of Memories
Release:
28. Oktober 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Zehn Jahre hat man nichts von Bush gehört. Im schnelllebigen Musikbusiness kommt diese Zeitspanne einem Genickschuss gleich, denn allzu schnell gerät man in Vergessenheit und schraubt die Erwartungen an eine Weiterführung allzu hoch. Bush scheinen die „Auszeit“ allerdings deutlich gelassener zu sehen und haben sich keinen Stress gemacht. Frontmann Gavin Rossdale hat sich vor allem auf seine Familie konzentriert, ein Soloalbum produziert, erste Schritte im Filmbusiness gemacht und konnte mit dem Wissen, bereits Millionen von CDs verkauft zu haben, sicher gut schlafen. Doch jetzt ist es Zeit aufzuwachen, die Zeichen stehen auf Comeback. Mit „The Sea Of Memories“ melden sich Bush endlich zurück.

Die erste Single-Auskopplung „The Sound Of Winter“ wurde bereits im September vorgestellt, nun legt das Quartett mit elf weiteren Tracks nach. Die sind gewohnt rau und haben den Spirit des 90er Post-Grunge-Rock, mit dem Bush so bekannt geworden sind. Obwohl bei der Reunion nicht alle Mitglieder dabei sind, klingen Bush ein wenig wie früher. Viele dürfte das freuen, denn Gavin Rossdale hat solo bei „Wanderlust“ einen recht glatten, viel zu seichten Eindruck gemacht. Mit seinen Jungs im Nacken läuft er zur gewohnten Höchstform auf und macht die zehnjährige Pause nahezu vergessen. „The Sea Of Memories“ besticht mit der richtigen Mischung. Rockige Nummern wie „All My Life“ und „Afterlife“, die definitiv zu den stärksten Nummern des Albums zählen, werden durch balladeske Nummern à la „All Night Doctors“ oder „Be Still My Love“ aufgelockert. Letztere ist mit ihrer monotonen Art aber ein nicht ganz so treffendes Outro. Gavin klingt rauh und steht auf Sturm. So wie auch das gesamte Album.

Dennoch ist es beruhigend, dass Bush den Weg zurück gefunden haben. Das Album ist kein absoluter Überflieger, aber eine solide Arbeit für eine Band, die nach knapp einer Dekade fernab von Charts und Co. zunächst einmal wieder zusammenwachsen muss. Mit „The Sea Of Memories“ tun sie das überraschend gut, wenn auch nicht perfekt. Für die Medien ist der neueste Streich von Bush ohnehin schon jetzt eines DER Comeback-Alben 2011. Dementsprechend ausverkauft sind auch die Shows der Briten.

Hier dazu ein tolles Video von Bush:

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