Kritik | The Rock and the Tide von „Joshua Radin“

Küstler:
Joshua Radin
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Rock and the Tide
Release:
05. August 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Was für Vorteile es mit sich bringen kann, wenn man mit einem Regisseur und Schauspieler gut befreundet ist, dürfte Joshua Radin bestens wissen. Als Buddy von Zach Braff („Srubs – Die Anfänger“, „Garden State“, „Der letzte Kuss“) konnte er seinen Fuß bereits mehrfach in die Tür kriegen und schaffte es so auf diverse Soundtracks. Zum Beispiel auf den zu „Scrubs“ im Jahr 2004. Der Erfolg war enorm und Joshua konnte nur wenige Monate später erfolgreich seine erste EP „First Between 3rd and 4th“ veröffentlichen. Ein netter Freundschaftsdienst.

Inzwischen hat der US-Amerikaner den nicht mehr nötig, denn er hat mittlerweile drei Alben auf den Markt gebracht, wobei das Letzte, „The Rock and the Tide“, bereits Ende 2010 erschienen is. Hierzulande kommt es am 5. August auf den Markt, die erste Auskopplung „I Missed You“ erscheint zwei Wochen später. Somit liegt zwischen den Veröffentlichungen fast ein Jahr, was beträchtlich ist. Joshua Radin dürfte dies nur recht sein, denn besonders in Deutschland ist er noch längst nicht jedem ein Begriff. Und das, obwohl sein Song „I’d Rather Be with You“ 2008 bzw. 2010 international recht gut in den Charts vertreten war. Damals war der Musiker aber eher für ruhigere Töne bekannt, weshalb sein Album „The Rock and the Tide“ Fans überraschen dürfte.

Hier zeigt sich der Sänger aus Ohio nämlich rockiger, wilder, ungestümer. Setzt aber nach wie vor auf seine sanfte Stimme und tiefgründige Lyrics. Das Genre, was er selbst geschaffen hat, nennt er schließlich vielsagend „Whisper Rock“. Dass Joshua aber auch schon mal ziemlich laut sein kann, zeigt er in Songs wie „I Missed You“, „Road To Ride On“ und „We Are Only Getting Better“. Verwundert es da noch, dass der Bob Dylan und Cat Stevens zu seinen Vorbildern zählt? Wohl kaum.

Die zehn Titel des Albums wurden übrigens von Martin Terefe produziert. Der ist kein Unbekannter, sondern war auch schon für Künstler wie KT Tunstall, Jason Mraz und Train tätig. Und zwar nicht nur als Produzent, sondern auch als Songwriter. Auch auf „The Rock and the Tide“ hat er an „Road To Ride On“ mitgeschrieben und somit einen Track beigesteuert, der zu den Stärksten auf dem Album zählt. Auch die anderen neun Songs können sich hören lassen. Perfekt für trübe, herbstliche Tage.

Das Video zu „I Missed You“ gibt es hier:

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