Kritik | The Essential von "Incubus"

Küstler:
Incubus
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Essential
Release:
19. Oktober 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Über 20 Jahre, so lange gibt es Incubus schon. Richtig erfolgreich sind sie aber erst 1999 geworden. Mit der Single „Drive“ aus dem Album „Make Yourself“. Von da an ging es für die Kalifornier steil bergauf, sie konnten sich als eine der interessantesten amerikanischen Bands der Alternativ-Rock- und Crossover-Szene etablieren und waren bei massig Festivals vertreten.

Angeheizt haben sie diesen Umstand mit Erfolgs-Hits wie „Wish You Were Here“ (2000), „Megalomaniac“ (2003), „Love Hurts“ (2007) und nicht zuletzt mehreren Top 5-Alben (vor allem in den USA). Das letzte Studioalbum ist 2011 erschienen und konnte sich international ebenfalls in den Top 10 positionieren. Die Singles „Adolescents“ und „Promises, Promises“ kamen zwar gut an, haben sich in den Charts aber nur spärlich eingefunden.

Gut, dass es jetzt eine neue „Veröffentlichung“ von Incubus gibt. Kein klassisches Album, sondern ein Best-Of. Die neue Doppel-CD „The Essential“ umfasst mit 28 Songs alle Klassiker und wichtigen Titel der Incubus-Studioalben. Das Schöne: Sie sind chronologisch geordnet, sodass sich auf zwei CDs problemlos die Wandlung und Weiterentwicklung der Band um Frontmann Brandon Boyd nachvollziehen lässt.

Gerade die ersten Titel auf CD 1 – „Version“, „A Certain Shade of Green“ und „Redefine“ – zeigen noch die wilde und recht exzessive Seite der Band. Incubus klangen ungestüm, laut und deutlich mehr nach Funk und Metal als heute. Die Tracks entstammen den ersten beiden und eher unbekannteren Veröffentlichungen „Enjoy Incubus“ (EP) und dem Album „S.C.I.E.N.C.E.“. Zum Ende der ersten CD wird es mit „Nice To Know You“ und „Are You In?“ vom Album „Morning View“ schon etwas ruhiger. Oder sagen wir: organisierter. Hier hatten Incubus schon mehr ihren eigenen Stil gefunden, sich nach und nach im Alternative Rock „eingelebt“.

CD 2 beginnt dann mit dem Incubus-Sound, den wohl die meisten kennen: Das aufgepeitschte „Megalomaniac“ und als Kontrast dazu das eher casino online wieder entspannte „Talk Shows On  Mute“ (beide vom Album: „A Crow Left“). Außerdem sind mit „Anna Molly“, „Dig“ und dem Kracher „Love Hurts“ weitere erfolgreiche Auskopplungen aus dem Longplayer „Light Grenades“ vertreten. Zudem der Track „Make A Move“ vom Soundtrack „Stealth“ aus dem Jahr 2005. Die letzten drei Titel stammen vom letzten Studioalbum „If Not Not, When?“.

Alles in allem also eine sehr runde Sache und eine Sammlung, die sich über insgesamt 15 Jahre erstreckt. Von jugendlichem Funk bis hin zu sehr erwachsenem und etwas weniger aggressivem Rock. Allerdings haben Incubus mit „Monuments and Melodies“ erst vor drei Jahren ein Best-of-Album (ebenfalls auf zwei CDs) herausgebracht, sodass man sich schon ein wenig nach dem Sinn fragt. Gerettet wird die aktuelle Veröffentlichung immerhin durch die Chronologie und die detaillierten Liner Notes von Gary Graff. Schade nur, dass kein einziges Schnipselchen neues Material enthalten ist.

Disc 1

1. “Version”
2. “A Certain Shade Of Green”
3. “Redefine”
4. “New Skin”
5. “Summer Romance (Anti-Gravity Love Song)”
6. “Pardon Me”
7. “Stellar”
8. “Drive”
9. “Crowded Elevator ”
10. “Wish You Were Here”
11. “Nice To Know You”
12. “Warning”
13. “Are You In?”
14. “Circles”

Disc 2:

1. “Megalomaniac”
2. “Talk Shows On Mute”
3. “Agoraphobia”
4. “Monuments and Melodies”
5. “Pantomime”
6. “Make A Move”
7. “Anna Molly”
8. “Dig”
9. “Oil And Water”
10. “Love Hurts”
11. “Black Heart Inertia”
12. “Adolescents”
13. “Promises, Promises”
14. “In The Company Of Wolves”

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