Kritik | Temple Of Thought von „Poets Of The Fall“

Küstler:
Poets Of The Fall
Redaktions-Wertung:
Titel:
Temple Of Thought
Release:
20. Juli 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Tage werden wieder kürzer, die Abend kälter, das erste Laub fällt von den Bäumen. Es wird Herbst und damit beginnt die Zeit der Poets Of The Fall.

Pünktlich zum Übergang in die „Schmuddeljahreszeit“ melden sich die „Herbst-Poeten“ auch in diesem Jahr mit einem neuen Album zurück: „Temple Of Thought“. Nach vier Nummer 1-Alben in Folge, alle mit Gold und Platin veredelt, jeder Menge Auszeichnungen wie „Bester Newcomer des Jahres“, „Bestes Debüt des Jahres“ oder „Bester Finnischer Act“ darf man da schon mal neugierig sein. Besonders, wenn Alben wie „Carnival of Rust“ oder „Signs of Life“ zu den Alltime-Favorites zählen.

Sagen wir es gleich vorweg: „Temple Of Thought“ unterscheidet sich von seinen erfolgreichen Vorgängern. Die Poeten sind deutlich ruhiger und sachter geworden, für einige vielleicht etwas zu sehr. Besonders im Vergleich zum Album von 2007 und tollen Songs wie eben „Carnival of Rust“ oder „Signs of Life“ von 2008 und grandiosen Ohrwürmern wie „Lift“ und natürlich „Late Goodbye“. Wobei auch diese schon leise Züge hatten und dieser balladeske Charakter den Poets of the Fall eigentlich sehr gut steht.

Auch auf „Temple of Thought“ finden sich viele schöne Nummern, die wie geschaffen für herbstliche Abende sind. Besonders die Stimme von Marko „Mark“ Saaresto ist es, die ab dem ersten Ton verzaubert und unverkennbar klar macht, wem man hier lauscht. Bei Nummern wie „Skin“ (eine Mischung aus „Sleep“ und „Late Goodbye“), „The Ballad of Jeremiah Peacekeeper“, dem Titelsong „Temple of Thought“ oder „The Lie Eternal“ (einem der stärksten Songs auf dem Album) kommt sie hervorragend zum Tragen. Dazwischen finden sich zwar ebenso schöne Songs, sie schaffen es aber nicht wirklich zu fesseln. Zumindest nicht bei den ersten Durchgängen.

Im Gesamten ist aber auch dieses Album wieder ein schöner, poetischer Herbstauftakt geworden. Wunderbar melancholisch, verträumt und typisch Poets of the Fall. Wem die ruhige Seite des Sextetts bislang gut gefallen hat, der dürfte auch von „Temple of Thought“ keinesfalls enttäuscht sein. Für alle anderen wird es sicher noch den ein oder anderen Herbst geben 😉

Anspieltipps:

„Skin“
„Morning Tide“
„The Lie Eternal“

Poets Of The Fall – „Temple Of Thought“ German Tour 2012

18.11.12. Berlin, Magnet
19.11.12 München, Backstage
21.11.12. Köln, Blue Shell
22.11.12 Dortmund, FZW (Einlass: 19 Uhr 30, Beginn: 20 Uhr 15)
24.11.12. Hamburg, Uebel & Gefährlich
25.11.12 Mannheim, Alte Seilerei

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