Kritik | Sway von „Blue October“

Küstler:
Blue October
Redaktions-Wertung:
Titel:
Sway
Release:
30. August 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Zwei Jahre ist das letzte Album von Blue October her. „Any Man in America“ hat uns damals schon wirklich gut gefallen und auch an „Sway“ gibt es nur wenig auszusetzen. Es ist der neueste Streich des Quartetts um Sänger Justin Furstenfeld, der ja bekanntermaßen bipolar ist und es in der Vergangenheit nicht immer leicht hatte.

Der Musik der Texaner tut das keinen Abbruch. Für melodische, teils auch sehr melancholische Rocksongs haben sie ein absolutes Händchen. „Sway“ wirkt im Gegensatz zu ihren letzten Scheiben aber deutlich energiegeladener und powert ordentlich los. Dennoch finden sich auf der Tracklist natürlich auch ruhigere Nummern. Das kraftvoll-atmosphärische „Bleed Out“ zum Beispiel, „Debris“ oder auch „Fear“. Justins Stimme sorgt immer wieder für Gänsehaut, während er über Ängste, alltägliche Wunder, Freude und die Schönheit des Lebens singt. Man merkt, dass seine dunkelsten Stunden hoffentlich hinter ihm liegen. Seit er in 2012 wieder geheiratet hat und erneut Vater geworden ist, hat er die Depression laut Management wieder sehr gut im Griff.

Auch Bruder und Schlagzeuger Jeremy stimmt überein, dass die Band derzeit einfach angekommen ist. Alle seien gesund, glücklich und ausgeglichen. Genau diese Veränderung, die neue Einstellung ist unüberhörbar. „Sway“ ist ein wunderbar positives Album, das zum Entdecken einlädt.

Mit der Arbeit daran hat die Band nach einer Reihe von Tourdates im Jahr 2012 begonnen. Aufgenommen wurden 15 von 60 Songs in den Fire Station Studios in San Marcus, Texas. 13 sind es letztlich geworden. Wenn es nach der Band geht allesamt Perlen, diee zurecht auf dem Album gelandet sind.

Als Produzenten sind Justin selbst und David Castell aufgetreten. Castell hat auch schon „History For Sale“ produziert. Um Geld aufzutreiben, hat die Band den Rat ihres Managers befolgt und die Fan-Finanzierungs-Plattform PledgeMusic ausprobiert. Die Beteiligung war überwältigend. In nur einer Woche hatten sie das Geld zusammen (mittlerweile sind es sogar 250 Prozent der Zielsumme).

Blue October können also wirklich stolz auf ihre Fanbase sein. Und die wiederum kann sich glücklich schätzen, ihren Teil zur Umsetzung dieses tollen Albums beigetragen zu haben.

Live ist die Band mit ihrem neuen Album im November auch in Deutschland zu sehen:

11/12 München – Backstage
11/13 Mannheim – Alte Seilerei
11/14 Frankfurt – Batschkapp
11/15 Berlin – C-Club
11/16 Köln – Bürgerhaus

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