Kritik | Soundtrack für dieses Jahr von „Glasvegas“

Küstler:
Glasvegas
Redaktions-Wertung:
Titel:
Euphoric /// Heartbreak
Release:
1. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Glasvegas, Baby, Glasvegas! So lautet die schottische Antwort auf Synthie, New Rock’n’Roll und Alternative Rock. Und zwar schon zum zweiten Mal. Denn nachdem die vierköpfige Band (inzwischen in teilweiser Neubesetzung) aus Glasgow bereits 2008 mit „Glasvegas“ ordentlich Punkte gemacht, wird es 2011 mit „Euphoric///Heartbreak \\\“ wieder energetisch und mitreißend. Das Album punktet einfach in allen Belangen und ist dabei ganz anders als sein Vorgänger. Für Fans der ersten Stunde dürfte das eventuell ein kurzzeitiger Schock sein, für alle anderen eine neue, spannende Reise.

Die elf Titel der neuen Scheibe sind nämlich deutlich weniger rockiger, als man es vielleicht gewohnt ist. Sie sind eher zart, verträumt und ein wenig magisch. Vielleicht auch elektronisch. Bereits beim ersten Lauschen verliert man sich in der Musik und fühlt sich irgendwie „out of space“. Die Titel gleiten ineinander über, besonders zu Beginn des Albums, der Sound ist unaufdringlich und ohrenschmeichelnd. Vielleicht liegt es daran, dass die Songs von „Glasvegas“ in Glasgow entstanden sind und die zu „Euphoric///Heartbreak \\\“ in Santa Monica bei Los Angeles. Man spürt die Sonne, die Freiheit und für Glasvegas selbst war es natürlich auch ein krasser Tapetenwechsel.

Dieser ist ihnen allerdings gut bekommen, denn das zweite Album dürfte alle, die bislang noch nicht viel mit Glasvegas zu tun hatten, auf den Geschmack bringen. Songs wie „You“, „Shine Like Stars“ oder „Whatever Hurts You Through The Night“ sind einfach nur brillant und bedürfen keiner Worte. Während die erste Hälfte der Platte recht gemächlich daherkommt, zeichnet sich mit „Stronger Than Dirt“ ein leichter Wechsel ab. Es wird ein wenig gitarrenlastiger und lauter, aber lange noch nicht aufdringlich oder störend. Glasvegas behalten die perfekte Balance, verfallen aber immer wieder dem weichen Synthie, der sich wie ein roter Faden durch das Album zieht.

Dennoch sind die ersten Titel der Scheibe die Stärksten. Sie bestechen mit einer ungeheuren Intensität und dürften sich bei den Festivals (u.a. Hurricane Festival und Southside Festival), bei denen Glasvegas in den kommenden Monaten zu sehen sind, hervorragend machen. Allen voran „The World Is Yours“. Ja, Glasvegas, ohne Frage – die Welt gehört euch! Bitte mehr davon!

Anspieltipps: „You“ und „Whatever Hurts You Through The Night“

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