Kritik | Songbook von „Chris Cornell“

Küstler:
Chris Cornell
Redaktions-Wertung:
Titel:
Songbook
Release:
25. November 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Er ist nicht nur einer der gefeiertsten Rocksänger, sondern auch ein begnadeter Songwriter: Chris Cornell aus Seattle! Jetzt öffnet der 47-Jährige, der in seinem Lebenslauf beeindruckende Stops bei Audioslave oder Soundgarden hingelegt hat, sein ganz eigenes Liederbüchlein und präsentiert mit „Songbook“ ein tolles Album mit Livemitschnitten. Selbst wer ihn nicht kennt, dürfte sich beim Klang seiner Stimme daran erinnern, dass das der Sänger ist, der den Titelsong „You Know My Name“ zu „Casino Royale“ beigesteuert hat. Und noch viele weitere.

Damit wird deutlich, dass Chris Cornell mit seiner Musik schon seit fast 30 Jahren weltweit Menschen erreicht und als Vorreiter der Grunge-Ära angesehen werden kann. Nicht umsonst darf er einen Grammy sein Eigen nennen und kann mit einer derartigen Leichtigkeit auf der Bühne stehen. Das dürften all diejenigen bestätigen, die bereits das Vergnügen hatten, Teil der Songbook-Show zu sein und den Singer-Songwriter live zu erleben. Er ist nur mit seiner Gitarre bewaffnet und schafft es trotzdem,  die Bühne vollkommen zu füllen. Damit wird sein „Songbook“ zur Pflichtlektüre für alle, die dem Rock verfallen sind und sollte am besten auch im Schulunterricht behandelt werden.

Doch was tummelt sich nun überhaupt so in Chris Cornells musikalischem Büchlein? Da hätten wir zum Beispiel zwei neue Songs, „Cleaning My Gun“ und „The Keeper“ (die einzige Studioaufnahme auf dem Album), akustische Performances zu „Call Me A Dog“ oder „Black Hole Sun“ (für das es damals den Grammy gab) und tolle Cover von „Imagine“ (John Lennon) sowie „Thank You“ (Led Zeppelin). Alles in allem 16 Titel, die nur so vor Vielseitigkeit und Wandelbarkeit strotzen und bei denen Chris ganz wunderbar beweisen kann, wo seine wirklichen Stärken liegen. Vor allem nämlich im stimmlichen Bereich, denn auf fast nichts anderes konzentriert man sich bei „Songbook“. Diese pure, reduzierte Form ist etwas, was auch langjährige Fans des Amerikaner zu schätzen wissen dürften. Die Stimmung des Publikums bei den Livemitschnitten bestätigt das jedenfalls. Noch mehr Intensität geht kaum. Klar, dass erste Forderungen nach einem „Songbook 2“ bereits jetzt laut werden …

Tracklist:

1. As Hope and Promise Fade
2. Scar On The Sky
3. Call Me A Dog
4. Ground Zero
5. Can’t Change Me
6. I Am The Highway
7. Thank You (Led Zeppelin)
8. Cleaning My Gun
9. Wide Awake
10. Fell On Black Days
11. All Night Thing
12. Doesn’t Remind Me
13. Like A Stone
14. Black Hole Sun
15. Imagine (John Lennon)
16. The Keeper

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