Kritik | Some Girls [Remastert] von „The Rolling Stones“

Küstler:
The Rolling Stones
Redaktions-Wertung:
Titel:
Some Girls [Remastert]
Release:
18. November 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Ob remastert, in erweiterter Deluxe, Super Deluxe und digitaler Version: „Some Girls“ von The Rolling Stones dürfte auch in neuer Auflage wieder auf Begeisterung stoßen und tut es auch! Das bahnbrechende Album hat der Band bereits 1978 eine ganz neue Generation von Fans erschlossen und ist auch 2011 längst nicht aus der Mode gekommen.

Denn „Some Girl“gilt, vollkommen zu Recht, als eines der besten Alben von Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts, Bill Wyman und Ronnie Wood. Es war vor drei Jahrzehnten an der Spitze der Charts und ist weiterhin das bestverkaufte Album ihrer beispiellosen Karriere. In der remasterten Version finden sich einige Perlen, u. a. ein paar Tracks, die Produzent Dan Was kürzlich in den Archiven ausgegraben hat. Und das 33 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung.

„Some Girls“ ist fast schon eine Art Zeitkapsel. Und damit auch zeitlos. Es zeigt The Rolling Stones in einer unheimlichen gefestigten Art und Weise, als stimmige Einheit, die vor Lebenslust nahezu übersprudelt. Die Re-Edition offenbart zudem eine noch nie gehörte Qualität und toppt damit das Re-Release von“ Exile On Main Street“. Besonders Mick Jagger nimmt sich bei etlichen Songs deutlich zurück und das tut dem Sound durchaus gut.

„Some Girls“ ist und bleibt damit die wohl unverfälschteste und vielseitigste Rolling Stones-Collection. Angefangen von Mick Jaggers unwiderstehlichem Falsetto auf dem Discoerfolg und achten Nummer 1-Hit „Miss You“, über „Far-Away Eyes“ bis hin zu „Respectable“. Nicht zu vergessen den sinnlichen Song „Beast Of Burden“, einer von Keith Richards’ besten Songs, der es bis auf Platz 8 der amerikanischen Singlecharts schaffte. Es mögen nicht alle Songs „vollkommen“ sein, besonders die „Neuen“ nicht immer zu 100%, aber was „Some Girls“ auszeichnet, ist diese Ungestümtheit, diese ungeheure Kraft, mit der Mick und Co. zu Werke gegangen sind. Man merkt, dass hier noch ganz andere Werte wichtig waren. Werte, die Mick Jagger mit „Super Heavy“ nicht erreichen kann und wird.

Deshalb ist „Some Girls“ in der remasterten Edition nicht nur eine Empfehlung für Fans, sondern auch für alle diejenigen, die The Rolling Stones agil und wirklich in Höchstform erleben wollen. Es ist nicht perfekt, aber hörenswert. Auch wenn die Band aus dem Bonusmaterial wohl fast ein eigenständiges Album hätte zaubern können.

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