Kritik | Sing it Loud von „k.d. lang“

Küstler:
k.d. lang
Redaktions-Wertung:
Titel:
Sing it Loud
Release:
29. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

k.d. lang dürfte vielen zwar erst seit den Olympischen Winterspielen 2010 ein Begriff sein, wo sie bei der Eröffnungsfeier eine bewegende Version von Leonard Cohens „Hallelujah“ gesungen hat, die Kanadierin mit der unglaublichen Stimme ist aber schon seit Anfang der 80er Jahre im Geschäft. Während dieser Zeit hat sie unzählige Alben veröffentlicht, eine Auszeichnung nach der Nächsten eingesammelt und mit Größen wie Roy Orbison, Owen Bradley und Jane Sibbery im Studio gestanden. Sie könnte sich also eigentlich guten Gewissens zurücklehnen und ihren Ruhm genießen. Da k. d. lang aber alles andere als konventionell ist, tut sie zwar vieles, aber garantiert nicht das, was man von ihr erwartet.

Für ihr neuestes und mittlerweile elftes Studio-Album „Sing It Loud“ stand sie deshalb nicht allein am Mikro, sondern hatte Unterstützung. Und zwar von The Siss Boom Bang. Es war das erste Mal seit der Arbeit mit The Re-Clines (1983/1984), dass k.d. wieder mit einer eigenen Band zusammengearbeitet hat. Die Aufnahmen fanden in den Pisapia’s Middletree Studios in Nashville statt und man glaubt, diesen Einfluss hören zu können. Es herrscht eine unglaubliche Energie vor, während k.d. in gewisser Weise zu ihren Country-Wurzeln zurückkehrt. Insgesamt ist „Sing It Loud“, trotz seiner bunten Gestaltung, eine gediegene und ruhige Scheibe. Irgendwie ein Stück Zeitlosigkeit, in dem man sich wunderbar verlieren kann. Nicht zuletzt wegen k.d.s fantastischer Stimme!


k.d. lang and the Siss Boom Bang — I Confess – MyVideo

Obwohl sich die Tracklist mit zehn Songs auf den ersten Blick etwas kurz liest, lebt sie von einer derartigen Fülle und Lebendigkeit, dass wohl auch fünf Lieder ausgereicht hätten. „Sing It Loud“ ist zwar kein Album, das die Charts auf den Kopf stellen wird, aber das war ja auch nie k.d.s Intension. Die Singer-Songwriterin macht nur aus einem Grund Musik – weil sie das Singen liebt! Neben selbstgeschriebenen Songs, bei denen Mitproduzent Joe Pisapia ebenfalls teilweise tätig war, findet sich auf dem Album deshalb auch eine variierte Version von „Heaven“, die ursprünglich von den Talking Heads stammt. Sie passt hervorragend auf die CD und macht „Sing It Loud“ für Fans von k.d. lang zu einem echten Muss! Nicht nur für den baldigen Sommer, sondern auch für die etwas kälteren und düsteren Tage. Die Mischung aus Country und Rock ’n‘ Roll passt einfach immer.

Anspieltipps: „I Confess“, „The Water’s Edge“ und „Sing It Loud“

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