Kritik | Save Me, San Francisco von „Train“

Küstler:
Train
Redaktions-Wertung:
Titel:
Save Me, San Francisco
Release:
12. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mit ihrem Hit „Drops of Jupiter (Tell Me)” im Jahr 2001 haben Train internationale Bekanntheit erlangt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Erwartungen an die Jungs aus San Francisco waren groß, konnten aber nicht erfüllt werden. In den letzten neun Jahren wollte sich kein rechter Erfolg mehr einstellen. Einzig die Songs „Calling All Angels“ und „When I Look to the Sky” konnten sich in den amerikanischen Billboard Charts positionieren. Im UK und in Deutschland blieben die Alben „My Private Nation“ (2003) und „For Me, It’s You“ (2006) nahezu ungehört. Es wurde still um Train, sie gerieten in Vergessenheit und legten schließlich eine dreijährige Pause ein.

Bis im Herbst/Winter 2009 die Single „Hey, Soul Sister“ erschien und Train wie Phönix aus der Asche aufstiegen. Acht Jahre nach „Drops of Jupiter (Tell Me)” waren die Jungs zurück und mit einem Ohrwurm am Start, der ihnen sowohl in den USA, als auch Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Top 10-Platzierung einbrachte. Und der fast schon augenzwinkernd sagte: Wir sind wieder da!

Gott sei Dank! Sonst wären all die tollen Songs ungehört geblieben, die sich auf dem fünften Album der Band, „Save Me, San Francisco“ verstecken. Es ist eine Hommage an ihre Heimat, aber auch eine Rückkehr zu den musikalischen Wurzeln, die Pat Monahan und seine Bandkollegen einst so bekannt gemacht haben. Monahan selbst sagt: Bei manchen Songs hatte ich eigentlich keine besondere Absicht, es entwickelte sich aber fast so etwas wie ein Motiv“. Und dieses trägt Titel wie „You Already Know“, „The Finish Line“ und „Half Moon Baby“. Überhaupt ist das Album mit 18 Tracks recht prall gefüllt. Darunter eine Live-Version von „Drops Of Jupiter“, ein Dance Mix von „Marry Me“, ein Cover von Rihannas „Umbrella“ und eine Alternate-Version von „Parachute“.

Die ersten zwei Single-Auskopplungen „Hey, Soul Sister“ und „If It’s Love“ haben Train wieder ins Rollen gebracht, denn zumindest „Hey, Soul Sister“ konnte sich 26 Wochen in den Charts halten. „Save Me, San Francisco” enthält aber noch weitere Ohrwürmer, die ganz sicher bald auf sämtlichen Radiosendern laufen werden. Da hätten wir z.B. das ruhige, aber kraftvolle „Parachute“, die traumhafte Ballade „This Ain’t Goodbye“, „Brick By Brick“ und „The Finish Line“. Es scheint, als wären die sanften Nummern auf diesem Album die große Stärke von Train. Generell kann aber kein Song als schlecht oder schwach bezeichnet werden. Jeder hat eine ganz eigene Magie. Vielleicht waren es genau die vergangenen neun Jahre, die die Amerikaner gebraucht haben, um wieder zu ihrer alten Form zurückzufinden. Wie heißt es so schön? Unterschätze nie jemanden, der einen Schritt zurück geht! Er könnte Anlauf nehmen!

Um es kurz zu machen: „Save Me, San Francisco“ ist ein rundum gelungenes Album, das viele herbstliche Balladen, mit „Shake Up Christmas“ sogar ein Weihnachtslied, und jede Menge Wohlfühl-Tracks bietet. Train sind wieder da, aber ganz sicher noch nicht auf dem Höhepunkt ihres Könnens angelangt. Um es mit ihren eigenen Worten zu sagen: The sky has made it back to blue, everything that’s left is telling us the worst of it is through. Home has never felt so right, there’s nothing in the way.

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