Kritik | Quasar von „4LYN“

Küstler:
4LYN
Redaktions-Wertung:
Titel:
Quasar
Release:
11. Mai 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Hamburger Traditions-Kontrovers-Band 4LYN hat sich in den letzten Jahren recht schnell auf der internationalen Landkarte platzieren können und war einer der vielversprechendsten Newcomer im Rock-Bereich. Ihre letzten fünf Alben haben sich gut verkauft, seit heute steht nun Nummer 6 – „Quasar“ – in den Läden. Nach vier Jahren Stille (mehr oder weniger). Dabei lautete das Motto 2012: einmal Zukunft bitte – und kein Zurück!

Denn das Album ist ein tänzelnder, spaciger Longplayer geworden. Irgendwo zwischen Future Sounds im Stil von Daft Punk oder The Prodigy, aber auch mit genügend Rock- und Metal- sowie Popanleihen. Wie immer zeigen 4LYN, dass Einseitigkeit nicht ihr Ding ist und liefern eine Tracklist voller Abwechslung. So kommt es, dass einem auf „Quasar“ etliche Earcatcher über den Weg laufen. Angefangen beim Opener „My Guide“ über „M.O.N.E.Y“ bis hin zu „Frost“, dem wohl stärksten Titel auf dem Longplayer.

Die erste Single „Club Exploitation“, die bereits am 27. April ausgekoppelt wurde, ist recht poppig und damit doch gewöhnungsbedürftig. Sie beschäftigt sich aber durchaus mit einem ernsten Thema und ist eine Art Highschool-Hymne über die Ausnutzung der Arbeitskraft, die aber nur teilweise mit erhobenem Zeigefinger daherkommt. Wer soundtechnisch Angst hatte, dass das gesamte Album so wie die erste Single klingen könnte, kann beruhigt werden. „Quasar“ kann mehr. Die Scheibe zeigt sich voller Elan und Power, verbindet Nu Metal mit tanzbaren Elementen, und will damit vielleicht etwas zu viel. Denn jeden Stil kann man nun mal nicht homogen verbinden.

„Quasar“ präsentiert sich trotzdem als kurzweilige Scheibe, die ihren Vorgängern qualitativ gesehen eigentlich in nichts nachsteht. Luft nach oben ist vorhanden und wird von den rockigen Nordlichtern ganz sicher auch noch genutzt.

Tour:

13.04. Freiberg – Freiberg Rockt!!!
05.05. Leer – Rock am Deich
21.07. Bad Bentheim – Stonerock Festival

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