Kritik | Opposites von „Biffy Clyro“

Küstler:
Biffy Clyro
Redaktions-Wertung:
Titel:
Opposites
Release:
25. Januar 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Der erste Monat des Jahres endet rockig. Und zwar schottisch rockig. Biffy Clyro haben am 25. Januar ihr neues Album „Opposites“ veröffentlicht und zeigen damit mal wieder, dass Großbritannien durchaus weiß, wie ordentlich Lärm gemacht wird.

Der Einstieg in die sehr gelungene Scheibe ist nämlich absolut unkompliziert. Zu Titeln wie „Black Chandelier“, „Sounds Like Balloons“ oder auch „The Thaw“ findet man sehr schnell Zugang. Hier kann man gar nicht anders, als augenblicklich laut aufzudrehen. Nicht nur durch die kräftigen Beats, sondern auch die kantige und sehr passende Stimme von Sänger Simon Neil entwickelt sich ein unglaublicher Sog. Nach ein paar Durchgängen kommt man von „Opposites“ überhaupt nicht mehr los.

Wer Biffy Clyro noch nicht kennt: Das Trio besteht bereits seit 1995 und hat in dieser Zeit fünf Studioalben herausgebracht. Nummer 6 ist seit letztem Freitag zu haben und dürfte der Band ähnlich viel Erfolg wie der Vorgänger „Only Revolutions“ (Platz #3 der UK-Charts, mehr als 600.000 verkaufte Einheiten) bescheren.

Zu verdanken ist das auch der abwechslungsreichen – gegensätzlich kann man nicht ganz sagen – Tracklist. Adrenalingeladene Nummern treffen auf angenehme Midtempo-Nummern und beschreiben eine breite Vielfalt. Dass Biffy Clyro live noch viel mehr loslegen, kann man sich besonders bei Titeln wie „The Joke’s On Us“ und „Stingin‘ Bell“ vorstellen. Und die Vergangenheit gibt ihnen Recht: Bei ihrem Live-Marathon zum letzten Album hat sich das rockige Trio als absolute Arena- und Festival-Headliner-Band sowie als einer der aufregendsten Acts Großbritanniens erwiesen. Ein Status, den man sich gern auf die heimische Anlage holt. Oder den man hautnah miterlebt. Denn im Frühjahr gehen die Schotten auf umfangreiche Welt-Tournee.

Und die dürfte angesichts des mehr als genial gewordenen Albums grandios werden. „Unsere Leitlinie bei diesem Album war, vor nichts Angst zu haben“, sagt Simon. Dass das Biffy Clyro geschafft haben, davon kann sich jeder selbst überzeugen. Ebenso davon, dass es auf der Scheibe wirklich keinen einzigen Aussetzer gibt. Angst hat man höchstens als Hörer. Davor, dass die Tracklist jemals zu Ende geht.

Doch es gibt Hoffnung: Neben der Standard- gibt es nämlich auch eine Deluxe-Version von „Opposites“ und zusätzlich zu den 22 Tracks des Doppelalbums, das in die Discs „The Sand At The Core Of Our Bones“ und „The Land At The End Of Our Toes“ unterteilt ist, eine DVD mit einer Dokumentation enthalten, die den Aufnahmeprozess des Albums schildert. Die volle Dröhnung und ganz sicher eine ansteckende Entdeckung für alle, die das Trio bislang noch nicht kannten.

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