Kritik | Mona von „Mona“

Küstler:
Mona
Redaktions-Wertung:
Titel:
Mona
Release:
13. Mai 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mona gelten derzeit als DIE Aufsteiger schlechthin und das, obwohl es sie eigentlich schon seit 2004 gibt. Benannt nach Mona Brown, der Großmutter von Sänger Nick Brown, haben die Jungs aus Ohio in den ersten Jahren verschiedene Gigs bestritten und sich eine kleine, aber feine Fangemeinde aufgebaut. 2009 sind sie dann Saul Galpern von Nude Records zu Ohren gekommen und der konnte es kaum erwarten, das Quartett in Nashville (wo sie mittlerweile leben) zu besuchen. Der Rest ist fast schon märchenhaft, denn Nick, Vince, Zach und Jordan haben Saul derart überzeugt, dass er ihnen einen Plattenvertrag angeboten hat, weshalb Mona seit September 2010 bei Island Records unter Vertrag stehen.

Logisch, dass ein erstes Album da nicht lange auf sich warten lassen würde. „Mona“, das gleichnamige Debüt, erscheint in den USA am 17. Juni, im UK und bei uns bereits in diesen Tagen. Es enthält zehn rockige und vielversprechende Titel, wobei die erste Auskopplung „Listen To Your Love“ im UK bereits im September vergangenen Jahres veröffentlicht wurde. Und zwar ganz schlau über das eigene Label der Jungs – Zion Noiz Recordings. So verwundert es nicht, dass die Truppe bereits einen MTV Award als „Brand New For 2011“ gewonnen hat und dieses Jahr überhaupt ihrs zu sein scheint.

Warum? Mona vermischen Rock und Religion, Guitarrensound mit Charisma, bleiben ihren Wurzeln aber treu. Sie sehen sich als Familienmenschen, als „Mamas‘ Boys“. „Wir versuchen, alle gute Brüder und gute Söhne zu sein. Genauso verhält es sich mit der Band – wir sind eine Familie! Allerdings eher im Mafia-Sinne, denn wir sind gewissermaßen auch eine verdammte Gang“, so Nick. Kaum zu glauben, dass er und Vince die ersten musikalischen Schritte in der örtlichen Kirchengemeinde gemacht haben. Dass sie zueinandergefunden haben, war wohl eine Fügung des Schicksals, für die man durchaus dankbar sein kann.

Denn mit ihrem Debütalbum zeigen Mona, dass Rock’n’Roll noch längst nicht tot ist. Dabei klingen sie nicht wie junge Amateure, sondern so, als wären sie schon etliche Jahrzehnte im Business. Die Stimme von Sänger Nick ist markant und einprägsam, erinnert ein wenig an die jungen Jahre von Bono und U2. Keine Frage – das rockige Quartett hat eine spannende Zeit vor sich und wird in den kommenden Jahren ganz sicher nicht nur Großmutter Brown stolz machen.

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