Kritik | Liberty of Action von „The BossHoss“

Küstler:
The BossHoss
Redaktions-Wertung:
Titel:
Liberty of Action
Release:
25. November 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Ist es eigentlich Bestechnung, wenn man als Redakteur zum Promoten der neuen The BossHoss-Scheibe eine schnieke Holzkiste mit eigens belabeltem Whisky und BBQ-Sauce von der City-Cowboygang aus Berlin bekommt? Wir glauben nein und haben uns trotz des ausgefallenen PR-Gags ganz unvoreingenommen dem sechsten Album „Liberty of Action“ gewidmet. Aufgesattelt, es wird einem neuen Abenteuer entgegen geritten!

„Liberty of Action“ ist nämlich das erste Lebenszeichen von The BossHoss nach  eineinhalb Jahren Pause. Neugierig gemacht haben sie bereits mit der Auskopplung „Don’t Gimme That“, denn die hat gezeigt, dass die Jungs auch ganz anders können. Wer aber Angst hatte, The BossHoss könnten musikalisch zu weit abdriften, der kann beruhigt sein. „Liberty of Action“ klingt gewohnt markant, mit der richtigen Würze Country und Rock, aber eben auch mit ein wenig neuem Feuer unterm Hintern.

So gestaltet sich die Tracklist recht kurzweilig. Anders, aber im Kern typisch The BossHoss, was sicher auch am Trip nach Texas liegt. Das zeigt schon der Opener und Titelsong „Liberty of Action“, der ordentlich rockt und kantig daherkommt. „Don’t Gimme That“ wirkt dagegen eher lockig-flockig, schlägt eine etwas seichtere, aber nicht minder ansprechende Richtung ein, während „Live It Up“ country-balladesken Charme hat. So zeigen allein die ersten drei Titel, welch Facettenreichtum dieses Album hat. Langweile? Nicht mit The BossHoss. Sie überraschen mit harten Riffs, beschwingten und rhythmischen Abgehnummern und bei „Still Crazy ‚Bout Elvis“ gemeinsam mit Patricia Vonne sogar mit einer interessanten Interpretation von „Jailhouse Rock“. Die Kirsche auf der Sahne ist aber „L.O.V.E.“, wo The BossHoss gemeinsam mit Nena und Rubbeldiekatz performen. Der Song ist übrigens auch auf dem Soundtrack zu „RUBBELDIEKATZ“ zu finden.

Um das Erscheinen des neuen Albums anzuheizen, wagen sich The BossHoss übrigens sogar ins Fernsehen. Seit dem 24. November sind sie als Duo in der Casting-Show „The Voice of Germany“ zu sehen und verhelfen hoffnungsvollen Talenten zu mehr Möglichkeiten. Ihre eigenen haben sie mit „Liberty of Action“ vollkommen neu ausgelotet, weshalb auch dieses Album seine Fans finden dürfte.

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