Kritik | Leaving Eden von „Carolina Chocolate Drops“

Küstler:
Carolina Chocolate Drops
Redaktions-Wertung:
Titel:
Leaving Eden
Release:
27. Juli 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Carolina Chocolate Drops sind eine US-amerikanische Old-Time-Band aus North Carolina. Die Bandmitglieder Rhiannon Giddens, Dom Flemons, Hubby Jenkins und Leyla McCalla lernten sich 2005 beim Black Banjo Gathering an der Appalachian State University in North Carolina kennen und entdeckten gleich das gemeinsame Interesse für die Wurzeln der Country- und Rockmusik.

Die Carolina Chocolate Drops spielen Musik im Stil der Old-Time Music der 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Vier Alben nahmen sie bei Independent Labels auf, bis sie 2010 bei Nonesuch unter Plattenvertrag genommen wurden. Genuine Negro Jig erreichte Platz 1 bei den Bluegrass- und Platz 2 bei den Folkalben und in den Newcomer-Charts (Heatseekers Albums) kamen sie ebenfalls auf Platz 2. Die Grammy Awards 2011 brachten dann die Auszeichnung für das beste traditionelle Folkalbum des Jahres.

Man sitzt abends bei lauem Lüftchen draußen am Lagerfeuer, lauscht den Countryklängen und schwingt im Takt hin und her. Zahlreiche traditionsbewusste klassische Lieder finden sich auf dem Album, wie Song „Ruby, are you mad at your man?“ von Cousin Emmy, einem großen Banjo-Musiker aus Kentucky und anderen großen und großartigen Country-Musikern. Flott und schwingend kann Country sein, aber auch sanft und nachdenklich wie „Leaving Eden“. Der Song von Laurelyn Dossett, Songwriter aus North California, handelt davon was passiert wenn aus einer Millionenstadt Einwohner aufgrund der Globalisierung immer mehr abwandern. „Country Girl“ hat Rhiannon Giddens geschrieben, in Gedenken daran, dass sie trotz Weltreisen mit der Band, keinen Ort schöner findet, als ihre Heimatstadt Greensboro in North Carolina, in der sie bereits geboren wurde. Weltlich und geistreich sind die Themen über die man im Country singt. „Mahalla“ ist eigentlich schon ein Ohrwurm, und aufgrund der gekonnt eingesetzten Zupfexperimente zudem lustig anzuhören. Der Song hat seinen Ursprung in Südafrika und wurde durch ein Youtube-Video bekannt. Auf diesem Album als Arrangement zu hören.

Schön an dem Album ist, dass es nicht nur wie Schokolade heißt, sondern auch wie etwas Süßes aussieht. Man wird praktisch angefüttert mal in die Scheibe reinzuhören, und wenn man Country mag, kann man den Liedern schon eine Weile lauschen und mitschwingen. Stilelemente aus Gospel, Jazz, Soul oder HopHop runden das ganze ab. Toll ist auch, dass jedes Lied im Booklet mit einer kleinen Geschichte zur Herkunft versehen ist. Also einfach mal reinhorchen wenn´s in der Nähe ist!

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