Kritik | Inside My Head Is A Scary Place von „My Glorious“

Küstler:
My Glorious
Redaktions-Wertung:
Titel:
Inside My Head Is A Scary Place
Release:
30. September 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Eine Band, die sich nicht auf die klassische Musikindustrie verlässt, sondern als Aktiengesellschaft strukturiert ist, ist außergewöhnlich und weltweit einzigartig. My Glorious haben sich von Anfang an als Unternehmen verstanden und legen Wert darauf, dass ihre Fans auch Fans bleiben und nicht unnötig zur Kasse gebeten werden. Zu den Investoren der MYG Inc. zählen vielmehr Ärzte, IT Manager und Wirtschafter. Unbezahlbar ist allerdings die Musik des Trios. Denn nach dem Album „Home Is Where The Heart Breaks“ (2010) erscheint nun „Inside My Head Is A Scary Place“.

Dabei dreht sich erneut alles um das Herz. Besonders Starproduzentin Sylvia Massy (Red Hot Chili Peppers, Johnny Cash) hat das überzeugt, weshalb sie das neue Album produzieren wollte. Für Sami Goodenough und die Geschwister Gregor und Paul Sailer kaum vorstellbar, weshalb sie diese einmalige Chance beinah verpasst hätten. Zum Glück hat alles geklappt und die neue Scheibe ist von Dezember 2010 bis Februar 2011 in Kalifornien aufgenommen wurden. Ab dem 30. September steht sie nun in den Läden.

Was aber macht My Glorious aus? Vielleicht, dass sie Genres überschreiten und einen Sound kreieren, der eine Mischung aus Coldplay („Flower“; VÖ: 16.09.) und den Foo Fighters (zu hören bei „I Love What I Feel“) ist? Oder dass ihre Texte ein „ehrlicher Versuch das Leben zu verstehen“ sein sollen? Wie auch immer, die Indie Rock Band hat ihren ganz eigenen Stil, wechselt zwischen ruhigen, rockigen Nummern und temporeichen Stücken. Immer tonangebend ist dabei Sami als Sänger, während Gregor und Paul sich auf Bass bzw. Schlagzeug konzentrieren.

Kein Song gleicht dem anderen, das Trio überrascht vor allem mit Abwechslung. In Kombination mit der Leidenschaft und Kreativität, mit der sie ihre musikalischen Alltag bestreiten, entsteht ein äußerst wohlklingendes Gesamtwerk, das zwar ein paar Schwächen zeigt, in seiner Ganzheit aber zu überzeugen weiß. Passend dazu leitet folgendes Zitat das Album „Inside my Head Is A Scary Place“ ein: „Don’t Let Your Mind Go Wandering, it’s too small to go out by itself.“

Das Video zur ersten Single „Flower“ seht ihr hier:

Anspieltipps: “I Love What I Feel”, “Pop My Vein”

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