Kritik | “inFinite” von Deep Purple

Küstler:
Deep Purple
Redaktions-Wertung:
Titel:
inFinite
Release:
07. April 2017
LeserInnen-Wertung:
Genre:

3dc7fe0c-4b71-4f18-99d9-fc8458b3653fIst es nun das letzte Album oder nicht? Diese Frage geistert Fans von Deep Purple seit Monaten durch den Kopf. Denn der mit Hochspannung erwartete Nachfolger des weltweiten Charterfolgs „NOW What?!” trägt den vielsagenden Titel „inFinite” und lässt damit viel Raum für Spekulationen.

Deep Purple selbst feuern dies noch ein wenig an. So sagte Sänger Ian Gillan: “If you take it literally you may, quite reasonably, think the ‘Finite’ part of the word describes the life of deep Purple, with a clear beginning and a nebulous end; but what of the ‘in’ bit? The word infinite is a three-dimensional double edged sword. It describes something that goes on forever in all directions; not unlike its temporal equivalent ‘Eternal’ What’s that all about?“

Was mir persönlich die Augen geöffnet hat, ist der Dokumentarfilm, der Deep Purple während ihres Songwriting-Prozesses sowie bei den Albumaufnahmen mit Produzent Bob Ezrin im Studio begleitet hat und vor wenigen Wochen offiziell im Kino zu sehen war. Zum ersten Mal konnte man die älteren Herrschaften wirklich bei ihrer Arbeit sehen und miterleben, wie viele Stunden selbst in ein paar kurzen Riffs stecken. Es hat die Band sehr viel nahbarer gemacht und vielen Songs schon vor Erscheinen des Album Charakter verliehen.

Natürlich war auch ein mögliches Ende der Deep Purple-Ära Thema. Aber ganz ehrlich: Diese Jungs machen nicht Musik, weil es ihr Job ist oder sie Geld verdienen wollen. Sie machen es, weil sie schon seit Jahrzehnten auf der Bühne stehen und Rock durch ihre Adern fließt. Und das wird er auch so lange, bis es für sie gesundheitlich nicht mehr möglich sein wird. Steve Morse hat bereits jetzt arg mit dem Zahn der Zeit zu kämpfen, was schmerzhaft zu sehen war.

Dennoch, „inFinite“ ist da. Und auch, wenn die Tracklist mit zehn Titel recht überschaubar ausfällt, es sind tolle Nummern darunter: „All I Got Is You“ hat mich bereits sehr früh gekriegt, „Birds of Prey“ schon im exklusiven Pre-Listening nach der Premiere der Dokumentation im Kino. Für mich sind die balladesken Songs von Deep Purple immer noch die stärksten („When A Blind Man Cries“, „Perfect Strangers“…seufz!). Doch auch „The Surprising“ und „Time For Bedlam“ sind Ohrwürmer.

Apropos:  Am 3. Februar ist die limitierte EP zu „Time For Bedlam“ erscheinen, die neben bisher unveröffentlichten Aufnahmen auch neue, nicht auf dem Album enthaltene Songs beinhaltet.

Nicht zu vergessen: Ab Mitte Mai gehen Deep Purple auf „The Long Goodbye-Tour“. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es noch kein Abschied für immer ist 😉

Deep Purple – „inFinite – The Long Goodbye Tour“

19.05.17 München, Olympiahalle
30.05.17 Hamburg, Barclaycard-Arena
06.06.17 Köln, Lanxess-Arena
07.06.17 Dortmund, Westfalenhalle 1
09.06.17 Leipzig, Arena Leipzig
10.06.17 Frankfurt, Festhalle Frankfurt
13.06.17 Berlin, Mercedes-Benz-Arena
14.06.17 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*