Kritik | In The Mountain In The Cloud von „Portugal. The Man“

Küstler:
Portugal. The Man
Redaktions-Wertung:
Titel:
In The Mountain In The Cloud
Release:
15. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Die Band Portugal. The Man ist sicher nicht unbedingt jedem ein Begriff. Denn obwohl die Indie-Rock-Band bereits seit 2004 im Business ist und mittlerweile fünf Alben veröffentlicht hat, beschränkt sich ihr Bekanntheitsgrad größtenteils auf die heimischen Gefilde rund um Alaska. Und auf die Kreise, die individuelle, sehr außergewöhnliche Musik zu schätzen wissen. Und um es noch mal deutlich zu machen: Die vier Bandmitglieder stammen nicht aus Portugal und waren auch noch niemals dort. Sie fanden den Namen nur einfach gut!

Vielleicht ist es genau dieses Fünkchen Crazyness, was das Quartett auszeichnet. Denn egal, was man von Portugal. The Man erwartet – man dürfte überrascht sein. Die Verbindung von Indie und Rock funktioniert nicht immer, in diesem Fall aber schon. In den Charts haben sich die bisherigen Alben der Band zwar nicht wirklich verewigt, das ist aber auch gar nicht das Bestreben dieser leidenschaftlichen Musiker. Sie leben wirklich für die Musik, jammen unentwegt und haben im Laufe ihres Bestehens über 800 Live-Shows absolviert. Auf der Straße, in Lastenaufzügen, einfach überall. Sie lassen sich immer da nieder, wo die Muse sie gerade übermannt.

In Hinblick auf das sechste Album namens „In The Mountain In The Cloud“ waren das Seattle, Los Angeles, San Francisco, San Diego, New York und El Paso. Der Aufnahmeprozess war intensiv und wurde von Produzent John Hill gemanagt. „John hat uns als Band wirklich weitergeholfen, er hat uns zu dem angetrieben, was wir erreichen wollten“, so Portugal. The Man. Um das finale Mixing des Albums hat sich Andy Wallace (Nirvana, Jeff Buckley) gekümmert. Entstanden ist ein Werk (man kann es wirklich so nennen), das sich mit nichts vergleichen lässt. Die elf Titel schwanken zwischen sanftem Indie und härterem Rock, langsamen Nummern und temporeichen Stücken, verlieren aber nie das Gleichgewicht. „In The Mountain In The Cloud“ ist schlicht ein entspanntes Stück Unabhängigkeit, das irgendwie immer zu passen scheint und künstlerisch in einer ganz eigenen Liga spielt.

Die Band begründet das wie folgt: „Wir sind Menschen, die Musik lieben. Wir leben, essen, schlafen, denken und lieben in dieser Blase von Musik. Erwartet nicht, Dinge von uns zu hören wie ‚wir mussten uns alles hart erkämpfen und haben auf diesen Moment hingearbeitet’, ganz zu schweigen von ‚wir hatten nichts zu essen und haben auf Hartholzböden geschlafen’, denn das nehmen wir für die Musik gerne in Kauf.“ Das spürt man und das ist es wohl, was die Band, die vor sieben Jahren von Zach Carothers und John Gourley gegründet wurde und zu der inzwischen auch Jason Sechrist und Ryan Neighbors sowie einige Livemitglieder gehören, so besonders macht.

Anspieltipps: „So American“, „Got It All“ und „Head Is A Flame“

Zur Einstimmung hier das Video zu „Sleep Forever“:

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2 Kommentare

  1. eine sehr tolle band, ein klasse album!

  2. Ich verfolge die Karriere der Band schon eine Weile und bin immer wieder überrascht, was sie abliefern! Kann dem Autor nur zustimmen

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