Kritik | Helplessness Blues von „Fleet Foxes“

Küstler:
Fleet Foxes
Redaktions-Wertung:
Titel:
Helplessness Blues
Release:
29. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Folkrock aus Seattle. Mit diesen drei Worten lassen sich die Fleet Foxes hervorragend und in Kürze beschreiben. Will man allerdings ihren Sound charakterisieren, dann wären wohl Attribute wie verträumt, melancholisch und traditionell angebracht, denn das Quintett ist alles andere als Mainstream. Bereits seit 2005 musiziert die Band, wenn auch mit einem kurzzeitigen Besetzungswechsel, und hat in dieser Zeit das Debütalbum „Fleet Foxes“ veröffentlicht, welches knapp drei Jahre zurückliegt. Von der Kritik hochgelobt, von Fans individueller Musik verehrt, haben sich die Jungs in den letzten Monaten nun an ein zweites Werk gewagt, das vor wenigen Tagen erschienen ist und den Titel „Helplessness Blues“ trägt.

Der Titelsong wurde von den Fleet Foxes bereits kostenlos im Netz veröffentlicht und gibt einen guten Geschmack auf das zwölf-titelige Album. Die Band beweist erneut ihre Liebe zur Musik der 60er Jahre und zeigt sich authentisch wie eh und je. Die Songs sind mit Hingabe eingespielt, wunderschön melodiös und harmonisch. Die charismatisch warmen Stimmen werden von Gitarren und teilweise fast schon mittelalterlichen Klängen untermalt.

Und man merkt: Die Fleet Foxes haben nicht versucht, sich auf Biegen und Brechen weiterzuentwickeln. Sie sind sich ganz einfach treu geblieben, haben aber dennoch einen Quantensprung nach vorn gemacht. „Helplessness Blues“ erscheint als gelungene Fortsetzung von „Fleet Foxes“ und dürfte für Fans des Erstlings deshalb keine Enttäuschung sein. Wer guten Folk liebt, dürfte auf dem zweiten Album viele Perlen entdecken, angefangen vom bereits erwähnten Titelsong bis hin zu „Battery Kinzie“, „The Plains/Bitter dancer“ und „The Cascades“. Schwachstellen gibt es eigentlich keine, auch, wenn recht viele Instrumental-Parts zu hören sind. Diese sind aber so harmonisch, dass sie nicht weiter ins Gewicht fallen.

Wer ein wirkliches Feeling für die Jungs aus Seattle bekommen will, der sollte sie sich unbedingt live ansehen bzw. anhören. Im intimen Ambiente erhält ihre Musik noch mal einen viel intensiveren Touch und kann den Sound der Platte um Längen toppen. Es ist allerdings Beeilung angesagt, denn erst letztens waren alle 4.500 Tickets für einen Gig der Fleet Foxes im Londoner Hammersmith Apollo in nur 23 Minuten ausverkauft! Nach Deutschland kommt das Quintett am 25. (Berlin) bzw. 26. 05.2011 (München). NOCH gibt es Karten …!

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