Kritik | Guitar Heaven: the Greatest Guitar Classics of All Time von „Santana“

Küstler:
Santana
Redaktions-Wertung:
Titel:
Guitar Heaven: the Greatest Guitar Classics of All Time
Release:
17. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mittlerweile zählt Carlos Santana 63 Lenze. Santana gehört zu den bedeutendsten Musikern und Gitarrenspieler unserer Zeitrechnung. Wie auch Joe Cocker ist Carlos Santana auf dem berühmten Woodstock Festival aufgetreten und hatte sogar die Ehre mit Jimi Hendrix zu spielen. Und viele bekannte Künstler hatten die Ehre mit Santana zu arbeiten.

Nun hat Carlos Santana eine neue CD veröffentlicht. In freudiger Erwartung legte ich also die Scheibe „Guitar Heaven: the Greatest Guitar Classics of All Time“ in den dafür vorgesehenen Player und schon rockte das Haus. Sofort als der erste Titel „Whole lotta Love“ anspielte, zuckte mein ganzer Körper. Mein Live Erlebnis in meinem eigenen Haus. Ich sollte anmerken, dass man Santana unbedingt einmal Live gesehen haben muss. Der Mann ist ein Genie und es ist immer wieder erstaunlich, welche Töne Santana aus so einer Gitarre rausholt.

Weiter geht es mit dem Klassiker „Can’t you hear me knocking“, der einen weiteren Leckerbissen darstellt. Der nächste Kracher folgt mit „Sunshine of your love“, welcher einen Top-Anspieltipp darstellt. Unter anderem wurde der Song von Eric Clapton geschrieben und das hört man auch.

Leisere Töne erklingen bei „While my guitar gently weeps“. Hier erkennt man die weiche Seite von Santana, der auch solche wunderschönen Kompositionen umsetzen kann. Der Track bildet ein weiteres Highlight auf dem Longplayer, der in der Deluxe Version 14 Titel beinhaltet und mit einer Bonus DVD brilliert.

Bei dem Song „Photograph“ geht es mal wieder richtig ab. Die Stimme von Chris Daughtry passt hervorragend. Absolut Hit verdächtig und um ehrlich zu sein, mein absoluter Favorit. Leider erlebt die Stimmungskurve nach diesem Lied einen absoluten Tiefpunkt, denn der nachfolgende Titel „Back in Black“ hätte man sich wirklich sparen können. Ein wirklicher Minuspunkt folgt so gleich. Es grenzt fast schon an Ohrenkrebs, wenn man sich die Interpretation von „Riders on the Storm“ anhören muss. Wie kann man einen solchen Klassiker von The Doors so verhunzen? Und das, obwohl das Lied perfekt ist.

Obwohl bei „Smoke on the water“ die Stimme von Jacoby Shaddix recht dünn wirkt, sind die Gitarrenpassagen von Santana mehr als passend. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man davon ausgehen, dass der Track Santana auf den Leib geschrieben ist. „Dance the night away“ ist hörenswert, gehört jedoch nicht zu den Besten. Bei „Bang a Bong“ gerät der Zuhörer ins Rätseln. Warum wurde der Klassiker von T.Rex mit diesem Namen ausgestattet? Verwunderlich auch die starken Töne von Gavin Rossdale. Softer wird es wieder mit Joe Cocker, der „Little Wing“ mit Santana eingespielt hat.

Weiterhin folgen „I ain’t superstitious“ und Fortunate son“. Den krönenden Abschluss bildet der alte Red Hot Chilli Peppers Klassikers „Under the bridge“, der vollkommen neu interpretiert wurde ohne seinen alten Charme zu verlieren. Toller und typischer Sound. Eine neue Interpretation alter Gitarren Klassiker. Wer allerdings neue Lieder erwartet hat, wird die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Die Bonus DVD ist super, zeigt sie doch einen Einblick in die Studioarbeit von Santana und seinen eingeladenen Gästen. Dennoch bin ich hin und her gerissen von diesem Longplayer. Ungefähr sechs Tracks sind der absolute Oberhammer, andere sind weniger gut und zwei Lieder sind total daneben. Dabei gibt es so viele gute Rockklassiker. Erst Recht aus den 1970er Jahren. Doch weil Santana halt Santana ist, kann ich mit ruhigem Gewissen dem Album eine durchschnittlich gute Note erteilen.

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1 Kommentar

  1. Faire Kritik zu einem guten Album! Die Platte wurde ja mehrheitlich zerrissen, ich finde auch das nicht alle Stücke bravourös gecovert wurden, die meisten aber sind klasse. Ich freue mich auf die Konzerte! Santana ist wohl noch die einzige Band aus den 60ern die ständig etwas neues versucht und sich nicht nur reproduziert.

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