Kritik | Fire To Fire von „Livingston“

Küstler:
Livingston
Redaktions-Wertung:
Titel:
Fire To Fire
Release:
30. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Es gibt kleine Feuerchen, die man mal eben auspusten kann. Und es gibt großflächige Brände, bei denen man keine Chance hat und sich geschlagen geben muss. So verhält es sich auch mit „Fire To Fire“, dem neuesten Streich von Livingston. Lange mussten Fans auf das Album warten, nun steht es endlich in den Läden.

Nachdem es das Debütalbum „Sign Language“ 2009 auf Anhieb in die Top 20 geschafft hat, dürfte auch der Zweitling ein Volltreffer werden. Die erste Auskopplung „Supernova“ hat es zumindest vorgemacht. Sie ist typisch für Livingston: Intensiv und eindringlich, aber dennoch mit der richtige Prise Alternative Rock gewürzt. Fans dieses Genres ist die international angehauchte Band (bestehend aus einem Briten, einem Deutschen, einem Italiener und zwei Südafrikanern) ohnehin längst bekannt, war sie in der Vergangenheit doch bei etlichen Tourneen von Künstlern wie The Duke Spirit, Revolverheld, Ich+Ich, Blind oder dem letzten DSDS-Abräumer Thomas Godoj mit am Start.

Doch was ist so besonders an Livingston? Einer Band, die ehrgeizig, unbeirrt, so ganz ohne Hype und Marketing-Millionen ein klares Ziel verfolgt? Eben genau das! Livingston sind echt und man spürt das Feuer, das in den Musikern brennt. Sie haben sich mit Haut und Haaren der Musik verschrieben, voll auf diese Karte gesetzt – und gewonnen. Zu verdanken haben sie das auch der charismatischen Stimme von Sänger Beukes Willemse, die den Songs den nötigen Charmeverleiht. Denn obwohl die einzelnen Bandmitglieder aus allen Ecken der Welt kommen, haben sie eine allgemein verständige Sprache gefunden – die der Musik. So vielfältig wie ihre Herkunftsländer sind auch ihre stilistischen Einflüsse. Noch ein Punkt, der Livingston besonders macht.

Die musikalischen Weltenbummler werfen alles in einen Schmelztiegel und treffen damit absolut den Geschmack der Alternative-Fans. „Fire To Fire“ lässt sich vollkommen problemlos durchhören. Das Album ist rockig und energiegeladen, dennoch aber melodisch und einprägsam. Songs wie „No More Promises“ oder „Beautyful“ bleiben im Gedächntis und kennzeichnen eine wirklich gelungene Tracklist. Die zwölf Titel dürften bei dem einen oder anderen definitiv einiges in Brand setzen. Livingston klingen noch reifer, markanter und facettenreicher.

Als kleines „Schmankerl“ haben wir für euch übrigens noch einen Albumplayer, mit dem ihr in „Fire To Fire“ reinhören könnt:

 

Außerdem haben wir das Quintett zum neuen Album befragt. Das Interview könnt ihr hier nachlesen!

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