Kritik | Fallen Empires von "Snow Patrol"

Küstler:
Snow Patrol
Redaktions-Wertung:
Titel:
Fallen Empires
Release:
11. November 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„Chasing Cars“ oder „Shut Your Eyes“. Das sind Songs, mit denen Snow Patrol unsere Herzen im Sturm erobert haben. Die fünfköpfige Band mit irischen und schottischen Wurzeln hat sich in den letzten Jahren regelmäßig in die internationalen Hitlisten geschlichen und mehr als 11 Millionen Alben verkauft. Klar, dass der Erwartungsdruck an das sechste Album da besonders hoch war. „Fallen Empires“ nennt es sich und steht seit dem 11.11. beim Plattendealer des Vertrauens.

Mit der Arbeit daran haben Snow Patrol im Joshua Tree Nationalpark im Südosten Kaliforniens begonnen. Im Oktober 2010. Gary Lightbody und seine Kumpanen sind einfach in die Wüste gefahren und hatten hauptsächlich ihre Gitarren im Gepäck. Aber auch erste Ideen für neue Songs, an denen sie arbeiten wollten. Nach nur einer Woche hatten sie bereits ein beachtliches „Gerüst“ zusammen, zogen aber dennoch weiter und besuchten verschiedene Ecken Kaliforniens. Man kann es schon fast als Roadtrip-Abenteuer bezeichnen.

Auf ihrer Reise haben sie nicht nur unterschiedlichste Eindrücke auf sich einwirken lassen, sondern sind auch Künstlern wie Lissie (sie durfte sich gleich bei vier Songs das Mikrofon mit Gary teilen), Michael Stipe (R.E.M.) und Troy Van Leeuwen (Queens Of The Stone Age) begegnet, die allesamt ihre Ideen, Texte oder Gitarrenparts mit in die Arbeit an „Fallen Empires“ haben einfließen lassen. Dementsprechend ambitioniert und gereift zeigen sich Snow Patrol auf ihrem sechsten Longplayer. Es lässt sich nicht überhören, dass sie, musikalisch gesehen, eine neue Richtung eingeschlagen haben. Sie sind rockiger, wagen sogar Gehversuche im Folk. Gary sagt dazu: “ Es das längste Album, das wir bis jetzt gemacht haben, aber zugleich auch das Beste.“ Er gibt auch zu, dass er an manchen Tage eine Schreibblockade hatte und nichts zu Papier bringen konnte. Da ihm das seit 2009 bereits drei Mal passiert ist und daraus großartige Songs resultiert sind, sieht er die Blockade allerdings als etwas Positives.

Die erste Nummer, die Snow Patrol ausgekoppelt haben, ist „Called Out in the Dark“ und wird im Radio bereits seit geraumer Zeit rauf- und runtergespielt wird. Sie wurde gut angenommen, ist auf dem Album aber auch der Song, der am ehesten an den Sound der vergangenen Scheiben anknüpft. In den restlichen Tracks experimentiert das Quintett auch gern. Was aber geblieben ist, sind die Leidenschaft und Dynamik, für die Snow Patrol bekannt sind. Gary: „Ich versuche eigentlich immer, über persönliche Dinge und Erfahrungen zu schreiben. Insgesamt dreht sich das neue Album jedoch um die Heimat: Es gibt Anekdoten aus meiner Kindheit, ‘The Garden Rules’ wäre so ein Beispiel, oder über die Kinder von Garret, im Text von ‘Life-ning’. Home, Heimat und Zuhause, das ist der thematische Aufhänger der neuen LP.“

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a