Kritik | Deep Cuts von „Queen“

Küstler:
Queen
Redaktions-Wertung:
Titel:
Deep Cuts
Release:
18. März 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

20 Jahre ist es bald her, dass Freddie Mercury, einer der wohl genialsten Musiker und Frontmann von „Queen“, gestorben ist. Mit mehr als 700 Live-Performances, etlichen Awards, über 300 Millionen verkauften Tonträgern und einer internationalen Karriere war und ist die Band eine der erfolgreichsten Formationen in den letzten Jahrzehnten und damit unvergessen. Knapp 20 Jahre spielten Queen in der Besetzung Mercury, May, Taylor und Deacon und schufen Hits wie „Somebody To Love“, „We Are The Champions / We Will Rock You“ oder „Radio Ga Ga“. Es waren unzählige Singles und Alben, die den Erfolg der Band untermauert und einen unvergleichlichen Hype geschaffen haben.

Nach dem Tod von Mercury wurden etliche posthume Kompilations veröffentlicht, zuletzt 2009 die „Absolute Greatest“. Im März 2011 sind nun die „Deep Cuts“ erschienen. Ausgewählte Singles aus den Jahren 1973 bis 1976, bei deren Zusammenstellung neben den letzten beiden verbliebenen Bandmitgliedern Brian May und Roger Taylor auch Taylor Hawkins, der Schlagzeuger der Foo Fighters, mitgeholfen hat.  Als Brian May 1998 sein Soloalbum „Another World“ veröffentlichte, war Hawkins als Schlagzeuger mit von der Partie und als großer Queen-Fan erschien es fast logisch, dass er bei „Deep Cuts“ mitbestimmen durfte, welche Tracks es auf die Titelliste schaffen.

Insgesamt sind es 14 geworden. Aus den ersten fünf Alben. Und das, obwohl Queen ja eigentlich nie wirklich eine Single-, sondern vielmehr eine Alben-Band waren. Aus genau diesem Grund gibt es aber recht viele Perlen, die, weil sie zur damaligen Zeit nicht kommerziell genug erschienen, der breiten Masse vorenthalten wurden. Sie waren für eingefleischte Fans gedacht bzw. für alle, die sich die Alben zu Gemüte zogen. Songs wie „Long Away“, „Keep Yourself Alive“, „‘39“ oder „My Fairy King zeigen eine deutlich rockigere Band, als es viele späte Fans gewohnt sein durften. Dabei sind nicht nur May und Mercury zu hören, sondern bei „Tenement Funster“ und „I’m In Love With My Car“ auch Taylor. Es sind grandiose Tracks, die lange vor dem Durchbruch der Band entstanden sind, aber ganz eindeutig zeigen, warum Queen so groß geworden sind. Während die erste Hälfte der CD deutlich roher und rockiger ist, wird es zum Ende hin etwas sanfter und gewaltiger. Der unvergleichliche Stil der 70er ist dabei allgegenwärtig und auch an grandiosen Bands wie Deep Purple, Status Quo oder AC/DC gewachsen.

Grundsätzlich lassen sich alle Titel auf „Deep Cuts“ fantastisch durchhören, zu den besten Nummern zählen aber (zumindest für mich) „‘39“, „Flick On The Wrist“, „Lily Of The Valley“, „The March Of The Black Queen“ und „Keep Yourself Alive“. Es hätten gern noch mehr Songs auf die CD gedurft, denn Queen sind ganz einfach eine Klasse für sich!

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