Kritik | Deep Cuts 2 von „Queen“

Küstler:
Queen
Redaktions-Wertung:
Titel:
Deep Cuts 2
Release:
24. Juni 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Etwas mehr als 40 Jahre ist es jetzt schon her, dass die legendäre Band Queen um Frontmann Freddy Mercury gegründet wurde. Angesichts dieses Jubiläums können Queen-Fans sich bereits seit einiger Zeit über exklusive Neuauflagen freuen. Unter anderem von den Alben „The Game“, „Flash Gordon“, „Jazz“ und „Hot Space“. Außerdem werden im Rahmen der „Deep Cuts“-Reihe etwas weniger bekannte Songs dieser Werke gefeatured. Nachdem sich „Deep Cuts Volume 1“ mit den Jahren 1973 bis 1976 beschäftigt hat, setzt „Deep Cuts Volume 2“ dort an und greift die Jahre 1977 bis 1982 auf.

In dieser Zeit sind grandiose Songs wie „We Are The Champions/ We Will Rock You“ (1977), „Bicycle Race“ (1978), „Another One Bites The Dust“ (1980), „Under Pressure“ feat David Bowie (1981) und „Body Language“ (1982) groß geworden, aber es gab eben noch viele weitere Titel, denen dieser große Erfolg verwehrt geblieben ist. 14 davon finden sich auf „Deep Cuts Volume 2“ und entstammen dabei hauptsächlich den letzten beiden Alben aus den 70ern („News Of The World“ und „Jazz“) und den ersten drei Werken in den 80ern („The Game“, „The Flash“ und „Hot Space“).

Eingeläutet wird der zweite Teil der „Deep Cuts“-Reihe vom orientalisch anmutenden Track „Mustapha“, der vom Album „Jazz“ stammt. Geschrieben von Freddie Mercury, der bekanntermaßen indische Wurzeln hat, springt der Titel vom anfänglichen Mono-Ton später in ein fantastisches Stereo um und ist ein relativ ungewöhnlicher, aber interessanter Queen-Song. Wie auch „Sheer Heart Attack“. Der Folgetitel hat eindeutig Punk-Avancen und wurde von Roger Taylor geschrieben. Sind die beiden ersten Tracks noch recht unbekannt, so schleicht sich mit „Spread Your Wings“ von John Deacon dann ein etwas bekannterer Titel ein, der es in Deutschland 1978 sogar bis auf Platz 29 der Charts geschafft hat.

Auch Brian May ist auf „Deep Cuts 2“ nicht nur als Songwriter, sondern auch Leadsänger vertreten. Aus seiner Feder stammen die Titel „Sleeping On The Sidewalk“, „It’s Late“, „Dead On Time“, „Sail Away Sweet Sister“, „Dragon Attack“, „Put Out The Fire“ und „Battle Theme“, welche immerhin die Hälfte des Albums ausmachen. Den Leadgesang hat er bei „Sleeping On The Sidewalk“ und „Sail Away Sweet Sister“ übernommen. Ansonsten ist in erster Linie Freddy Mercury zu hören.

Dennoch lässt sich auch über den zweiten Teil der Reihe streiten. Für Einsteiger bzw. Queen-Neulinge sind die „Deep Cuts“ weniger geeignet. Sie kommen wohl doch eher eingefleischten Fans zugute, die ihre Sammlung aufstocken wollen bzw. auch fernab des Hit-Hypes um Queen ein Stück Mercury, May und Co. genießen wollen. Zu den stärksten und zugleich schönsten Titel auf „Deep Cuts 2“ zählen eindeutig „Sail Away Sweet Sister“, „Jealousy“ und „Spread Your Wings“, aber auch „It’s Late“.

Kleine Info für alle, die nicht genug von Queen kriegen können: Am 24. Juni erscheint die Platinum Collection 3CD der Greatest Hits I und II!

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