Kritik | Das Gegenteil von allem von "Jupiter Jones"

Küstler:
Jupiter Jones
Redaktions-Wertung:
Titel:
Das Gegenteil von allem
Release:
11. Oktober 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Das Gegenteil von allem. Mit diesem Albumtitel sagen Jupiter Jones viel und doch nichts. Sie sagen, dass sich etwas geändert hat und ein neuer Wind weht. Sie sagen, dass mit Überraschungen zu rechnen ist. Und tatsächlich: Das neue Studioalbum der Band ist so ziemlich „Das Gegenteil von allem“, was man gewohnt ist.

Denn wer seichten, melodiösen Pop erwartet, sollte sich anschnallen. Statt süßem Pop blasen die Herren zum Punk-Rock. Es finden sich zwar auch vertraute JJ-Nummern auf der fünften LP, aber auch deutlich härtere Stücke. Irgendwo zwischen Brüllen und Säuseln lullt sich das musikalische Neuwerk dann ein. Nach zehn Wochen Arbeit im Studio, entwickelt mit Langzeit-Produzent Wolfgang Stach.

Modernen wollen Jupiter Jones klingen. Gegenteilig. Da müssen sie natürlich damit rechnen, dass auch die Reaktionen ihrer Fans und Kritiker gegenteilig sind. Die einen mögen den etwas anderen Sound der Band, die anderen haben damit so ihre Probleme. Mich eingerechnet.

Dabei machen sie eigentlich nichts falsch. Sie knüpfen nahezu nahtlos an ihren Vorgänger „Jupiter Jones“ an, der auch schon deutlich lauter war. Doch war es hier nicht die eher ruhige Single „Still“, die als erfolgreichste Auskopplung des Albums angesehen werden kann? Man bleibt ein bisschen ratlos.

Fans der „neuen“ Jupiter Jones und Fans des letzten Albums dürften an „Das Gegenteil von allem“ eigentlich nicht viel auszusetzen haben. Die erste Single „“Rennen+Stolpern““, die Ende September veröffentlicht wurde,  fasst auch ganz gut zusammen, was Jupiter Jones im Jahr 2013 ausmacht. Aufstehen und Fallen: „Wenn nichts mehr weitergeht, fängt man woanders an.“ Das Gewohnte ist eben irgendwann langweilig.

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1 Kommentar

  1. Soll das ein Witz sein? Jupiter Jones waren mal auf den ersten Alben noch eine Band, die punkrockige Songs gespielt hat – „Das Gegenteil von allem“ ist im Vergleich zu den ersten Werken aber sowas von süßlicher Pop, das es beinahe schon wehtut. Einzig „Denn sie wissen, was sie tun“ erinnenrt an das, was die Band früher gespielt hat – vor „Still“.

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