Kritik | Dancing Sculptures von „LEYAN“

Küstler:
Leyan
Redaktions-Wertung:
Titel:
Dancing Sculptures
Release:
24. Juni 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Scherben bringen Glück. Die Philosophie der Berliner Band LEYAN ließe sich kaum besser zusammenfassen. Denn die Musik des Quartetts besteht aus vielen Einzelteilen, die sich zu einem bunten, musikalischen Mosaik zusammensetzen und sowohl Indie als auch Rock und Pop berühren. Sänger Christoph Ecke greift dabei auf seine langjährige Erfahrung zurück, denn schon als kleiner Junge hatte er für die Musik einen ganz besonderen Platz in seinem Herzen. Es scheint in der Familie zu liegen, denn sein Vater Jürgen Ecke zählt zu den bekanntesten Filmkomponisten Deutschlands.

Damit das Projekt LEYAN entstehen konnte, waren aber auch noch Marc Hassdenteufel (Gitarre), Ilir Mulaj (Schlagzeug) und Damian Dabrowski (Bass) von Nöten. Jeder der Drei greift auf sein ganz eigenes Potenzial zurück und hat sein Instrument von der Pike auf gelernt. Sei es durch ein Studium an der Berliner Universität der Künste oder dem Berklee College of Music in Boston. Verstecken muss sich keiner der Jungs. Gemeinsam haben sie schließlich schon als Support für Scouting for Girls oder Blue October die deutschen Bühnen gerockt.

Ihren Stil bezeichnen sie selbst als „MadPop“ und das ist durchaus treffend. Wirklich einordnen lässt er sich nämlich nicht. Will er auch gar nicht! Warum immer in eine Schublade stecken lassen, wenn man doch so viele verschiedene Sparten bedient? Die Ansprüche sind hoch. LEYAN legen Wert auf anspruchsvollen Sound und vielschichtige Texte. Ihr Song „Heal The Knives“ schaffte es deshalb sogar auf die CD einer Rolling Stone-Ausgabe und der Track „Nescience“ wurde im ZDF-Krimi „Der Stolz der Familie“ verwendet. Die Entstehungsgeschichten der einzelnen Titel sind komplex, aber nicht minder spannend. „Lowdown“ beschäftigt sich beispielsweise mit der Utopie „1984“ von George Orwell.

Um es auf den Punkt zu bringen: „Dancing Sculptures“ ist ein Album über Hoffnung und Zuversicht, über Momentaufnahmen und Aufbrüche. Es ist kein simpler Garagen-Rock, den LEYAN mit ihrem Debüt abliefern. Es ist vielmehr eine Kampfansage. Und man darf mal wieder gespannt beobachten, wie schnell es im Leben gehen kann: Im April 2011 hat die Band den Plattenvertrag bei Noizgate Records unterschrieben, im Juni bereits das erste Album auf den Markt geworfen. Scheint, als wöllten LEYAN keine Zeit verlieren. Warum auch, wenn das Leben doch so wunderbare Möglichkeiten bereithält.

Damit ihr euch einen Eindruck verschaffen könnt, gibt es hier das Video zur Single „Promises“:

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