Kritik | “Concrete and Gold” von Foo Fighters

Küstler:
Foo Fighter
Redaktions-Wertung:
Titel:
Concrete and Gold
Release:
15. September 2017
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Acht Alben haben die Foo Fighters, die elfmalig Grammy-preisgekrönte, über-25-Millionen-Platten-verkaufende, letzte große amerikanische Stadion-Rockband, bereits veröffentlicht. Man muss sie nicht mehr vorstellen. Sie sind längst Kult. Und trotzdem, wenn sich Dave Grohl und Kumpanen mit einem neuen Album die Ehre geben, darf man schon mal etwas genauer hinhören.

„Concrete and Gold“ heißt der neunte Longplayer der Band. „Ich wollte das Foo Fighters-Album mit dem fettesten Sound aller Zeiten machen. Eine gigantische Rock-Platte, aber mit einem Greg-Kurstin-esken Feeling für Melodie und Arrangement… eine Motörhead-Version von ‚Sgt. Pepper‘… oder so etwas in der Art“, so Dave über das „Mission Statement“. Und es scheint, als wäre der Plan aufgegangen.

„Concrete and Gold“ beginnt mit „T-Shirt“ überraschend zaghaft und ruhig, doch das täuscht gewaltig. Wie irgendwie auch die letzten, ruhigen Jahre der Band. Schon kurz darauf bauscht sich die Musik wie eine riesige Welle auf – und spült alles hinfort, was ihr in den Weg kommt. Spätestens bei „La Dee Da“ dürfte nichts mehr stehen, dank harter Gitarrenriffs und feinster Metal-Manier. Die Foo Fighters klingen härter denn je und das steht ihnen verdammt gut. Woran das wohl liegt?

Entstanden ist die Scheibe unter der Regie von Greg Kurstin, Produzent von Adele, P!NK und Sia. Eine unerwartete Zusammenarbeit, bei welcher der Zufall eine nicht gerade unscheinbare Rolle gespielt hat. Als Grohl vor etwa vier Jahren beim Autofahren im Radio zum ersten Mal den Song „Again And Again“ von Kurstins Band The Bird & The Bee hörte, war er völlig hin und weg. Als er Kurstin ein paar Monate später über den Weg lief, stellten die beiden fest, dass sie musikalisch recht viel gemeinsam haben. Und da Dave für seine Band nach einer neuen Herausforderung suchte, fragte er Greg als Produzenten an.

Herausgekommen ist ein vollmundiges, krachiges und zugleich eingängiges Album. Geschrieben und eingespielt von den Foo Fighters, produziert von Greg Kurstin und den Foo Fighters und gemischt von Darrell Thorp. Bis wir das hierzulande live genießen dürfen, wird es noch etwas dauern. Von Oktober bis Dezember sind die Jungs erst mal auf US-Tour. 

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