Kritik | Buried Treasures von „Rich Hopkins & Luminarios“

Küstler:
Rich Hopkins & Luminarios
Redaktions-Wertung:
Titel:
Buried Treasures
Release:
27. Januar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Wenn es jemanden gibt, der ein wahrer Workaholic ist, dann wohl Rich Hopkins. Der Blue Rose-Künstler aus Arizona beginnt das neue Jahr direkt mit einem weiteren Album und man mag gar nicht mehr nachzählen, das wievielte es mittlerweile ist. Der Haudegen bekommt einfach nicht genug! Und dennoch ist ihm mit „Buried Treasures“, nennen wir es mal das 14. Album, erneut eine Platte gelungen, auf der er sich neu erfunden hat. Die Marke Luminarios das dabei das zentrale Thema des einflussreichen Gitarristen und Sängers.

Seit 1992 gibt es die Luminarios entweder als Trio, Quartett, Quintett oder einfach als ein loser Haufen befreundeter Musiker für ein bestimmtes Projekt oder einen einzelnen Song. Seitdem ist Hopkins auf vielen Pfaden gewandelt, auch auf den Spuren von Neil Young. Sein letztes Album „El Otro Side/The Other Side“ von 2010 hat die Kehrseite des American Dream behandelt, womit sich Rich Hopkins nicht zum ersten Mal  für die Menschen aus der Southside von Tucson eingesetzt hat.

Auch auf „Buried Treasures“ ziehen wieder unbequeme Alltagsthemen des amerikanischen Südwestens durch die Songs, sie sind aber diesmal längst nicht so dominant. Man trifft auf uamerikanische Songerzählkultur, aber auch puren und geradlinigen Rock. Damit erinnert das Album an die frühen Aufbruchszeiten des „Godfather of Desert Rock“. Die vorab ins Netz gestellte Single ‚Dark Side Of The Spoon‘, gleichzeitig auch der Opener von „Buried Treasures“, ist da nur ein erstes Indiz wiedergewonner Rock-Elektrik. Den typischen Luminarious-Groove findet man bei „A Stone’s Throw“ und „‚Betcha Gotcha Now!“, mächtige Orgel dagegen bei „Strutter“.

Die Luminarios auf „Buried Treasures“ sind zumeist ein Quintett: Rich Hopkins (Guitars, Vocals), Lisa Novak (Backing Vocals, Tambourine), Jon Sanchez (Guitars, Piano, Synthesizer, Organ), Duane Hollis (Bass) und Alan Anderson (Drums). Auf verschiedenen Tracks spielen aber auch andere gute alte Bekannte wie Ken Andree und Amy Munoz (Bass), Winston Watson und Ernie Mendoza (Drums), George Duron (Percussion) mit. Bei solch geballter musikalischer Qualität ist es fast egal, wer letztendlich gerade bei den Luminarios dabei ist; wenn Rich Hopkins wieder auf Tour geht, wird er schon ein schlagkräftiges Team aufbieten, das dieses neue Material gebührend würdigt!

Übrigens: Das Album enthält nicht nur eine, sondern zwei CDs! Neben den zwölf Tracks findet sich auch eine Bonus CD im Pack, auf der Rich seine Zeit in Paraguay huldigt. Als er in einer bescheidenen Hütte in den Bergen gelebt hat, ohne Elektrizität und fließend Wasser. Und als er gemeinsam mit Don Concepción Romero Musik gemacht hat. Zwei Jahre, die ihn geprägt haben und denen er mit „A Long Walk Home“ nun ein musikalisches Denkmal setzt. Die zwölf Titel wurden im Zeitraum von 2003 bis 2011 aufgenommen, größtenteils in Paraguay, wohin Rich Hopkins bereits mehrfach zurückgekehrt ist.

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