Kritik | Blood Diamond Romance von „Roterfeld“

Küstler:
Roterfeld
Redaktions-Wertung:
Titel:
Blood Diamond Romance
Release:
14. Oktober 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Wer ist Roterfeld? Diese Frage haben sich in den vergangenen Woche wohl viele gestellt. Ein paar Antworten kennt man schon: Mit vollem Namen heißt der „Falco des Düster Rock“ Aaron Roterfeld. Er kommt aus Vorarlberg und er hat ein bisschen was von David Bowie. Sein Debüt-Album „Blood Diamond Romance“ wirft große Schatten voraus und steht seit dem 14. Oktober in den Läden. Genug Informationen, um einen Blick darauf zu werfen? Für uns schon.

Roterfeld, das ist Dark Rock, Alternative, wenn nicht sogar Pop. Ein Genre-Dschungel, in dem sich wohl nur ein „Forrest Punk“, wie er auch genannt wird, zurecht findet. Aus seinem kleinen Dorf in Österreich wollte er schon frühzeitig raus, dort war er ein Außenseiter. Er hat sich nachts in den Wald geschlichen, während Gleichaltrige die Dunkelheit gefürchtet haben. Vielleicht heißt der Opener seines Debüts auch deshalb „Don’t Be Afraid Of The Dark“. Roterfeld hat jedenfalls keine Angst, zumindest nicht immer. „Das Stück ist ein Plädoyer sich seinen Ängsten zu stellen und daran zu wachsen“, so Aaron.

Mit 16 zog es ihn nach Japan, wo er an einer Kampfschule in Tokio mittrainierte. Zwei Monate hielt er durch, dann kehrte er zurück. Musik war inzwischen zu einem ständigen Begleiter geworden. Da seine Eltern allerdings ihre ganz eigenen Ansichten dazu hatten, musste Aaron Alice in Chains oder Iron Maiden heimlich hören. Er sammelte erste Ideen für Songs und spürte immer mehr, wie ein „Dämon“ in ihm heranwuchs.  Der trieb ihn immer wieder an und sorgte dafür, dass er keine Ruhe fand. Er wollte erneut fliehen, diesmal nach Afrika. Doch seine Eltern hielten ihn zurück, ließen ihn dafür aber die Schule abbrechen, was sicher auch kein leichter Schritt war. Roterfeld war damals 17 und hatte noch immer den Drang, die Wildnis zu erkunden. Die Kleinstadt-Öde langweilte ihn. Also wagte er sich tatsächlich auf den afrikanischen Kontinent und schlug sich dort sechs Monate allein durch.

Danach packte ihn die Reue, aber auch ein neuer Optimismus. Aaron machte die Schule zu Ende, nahm ein erstes Album auf (das nie erschien) und wurde Radiomoderator. Bald machte er sich selbstständig, kümmerte sich um die Leitung eines Tonstudios und begann, ein Buch sowie Songs zu schreiben. „Blood Diamond Romance“ nahm Gestalt an. Letztlich waren es aber erst die Brüder Frank und Christian Beermann, die auf seine Stücke aufmerksam wurden und ihm schließlich anboten, ihn zu produzieren. Der Rest ist mehr oder weniger Geschichte. Wie man sieht: Aaron Roterfeld hat einen langen Weg hinter sich, aber er hat ihn schließlich doch in die richtige Richtung geführt.

Wer ist Aaron Roterfeld? Diese Frage muss wohl jeder für sich klären. Musikalisch bietet der Sänger eigentlich nur eine Antwortmöglichkeit. Im Oktober ist er unterwegs in den Clubs, um den Release von „Blood Diamond Romance“ mit seinen Fans zu feiern:

21.10.2011 Final Destination – Frankfurt – 22:00 Uhr
22.10.2011 Nerodom – München – 20:00 Uhr
28.10.2011 K17 – Berlin – 22:00 Uhr
29.10.2011 Tivoli – Bremen – 22:00 Uhr

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