Kritik | Back To New York City von „Popa Chubby“

Küstler:
Popa Chubby
Redaktions-Wertung:
Titel:
Back To New York City
Release:
11. Oktober
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Rasiermesserscharfe Gitarrensounds from Übersee

Gitarrenlastiger Bluesrock empfängt uns im neuen Album „Back to New York City“ von Popa Chubby. Der erfahrene US-Gitarrist präsentiert uns sein 19. Studioalbum seit 1990 und was uns da erwartet ist eine eindrucksvolle Mischung aus Blues, Rock´n´Roll und Funk.

Vorbilder hat Popa Chubby einige: Led Zeppelin, Black Sabath und Marvin Gaye, sowie die Rolling Stones, Aretha Franklin oder Chuck Berry und die Gitarrenlegende Jimi Hendrix. Wenn man das alles zusammenmixt ergibt das ein abwechslungsreiches und höchst explosives, akustisches Gebräu. So rockt uns Popa Chubby mit dem Titelsong „Back to New York City“ gleich zu Beginn in seinen Bann. Südstaatenrockig erklingt „She loves everybody“ nach texanischer Machart und erinnert an Lynard Skynard. Langsamer geht´s bei „Pound of flesh“ zur Sache und gekonnt röhrt Popa Chubbys erfahrene Rockstimme ins Mikro. Mit seinem künstlerischen Facettenreichtum überzeugt uns der Riff-Rocker.

Wir finden auf diesem Album musikalische Schätze des Bluesrocks („It´s about you“, warrior God“ oder „Keep your woodpile dry“) oder leichtem Blues („A love that will not die“). Wir gleiten vorbei an funkigen Stücken wie „She made me beg for it“ und staunen über die griffigen Riffs, die uns das Album „Back to New York City“ als klangliches Menu der Extraklasse servieren. Diese Scheibe lässt uns sogar noch weiter in die südlichen Klang-Gefilde der USA eintauchen, wenn der Song „Pound of Flesh“ Flamenco-ähnliche Spuren zeigt. Und wie es klingt, wenn man Klassik mit jede Menge Bass vermischt, hören wir bei „Jesus joy of man´s desiring“, einer Adaption von Johann Sebastian Bachs „Jesu meine Freude“.

Alle Songs hat Popa Chubby mit einer Kombination aus alter und digitaler Technologie bei sich zu Hause im eigenen Studio aufgenommen. Life könnt ihr ihn und seine dauerbrennende Gitarre im Rahmen der „Giants of Bluesrock“-Tour unter anderem in Berlin, Leverkusen und Hamburg erleben. Wir genießen ihn, den schnörkellosen punkigen Rock´n´Roll, und uns immer im Nacken sitzen der rasiermesserscharfe Gitarrensound und die samtig rockige Stimme von einem Künstler, der scheinbar weiß wie man richtige Musik fabriziert.

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