Kritik | Back To Earth von „Caligola“

Küstler:
Caligola
Redaktions-Wertung:
Titel:
Back To Earth
Release:
02. März 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Björn Dixgård und Gustaf Norén sind zwei Namen, die allen bekannt sein dürften, die sich schon näher mit Mando Diao beschäftigt haben. Bereits vor geraumer Zeit hieß es, die beiden Sänger/Gitarristen hätten eine neue Band. Und tatsächlich, wir halten es in den Händen, das erste Album der beiden. Als Caligola haben sie am 2. März den Longplayer „Back To Earth“ veröffentlicht. An dem haben sie gemeinsam mit den Erfolgsproduzenten vom letzten Album „Give Me Fire gearbeitet“: Den Gebrüdern Salla und Masse Salazar, zwei Drittel der Latin Kings und in ihrer Heimat als „Erfinder des schwedischen HipHop“ als echte Legenden verschrien.

Bei der Verleihung der Platinauszeichnung für „Give Me Fire“ im Januar 2011 haben Caligola bereits zwei, drei Songs vorgestellt und Rock’n’Soul vom Feinsten präsentiert. Das Album „Back To Earth“ ist die perfekte Weiterführung. Mehrere Nummern der Tracklist haben das kommerzielle Potential und den Drive des Smashs-Hits „Dance With Somebody“ und greifen den so typischen Mando-Diao-Sound auf. Ziel war es aber auch, musikalisch Genres verschmelzen zu lassen. Rock und Soul, HipHop-Drums und Bläser, auch Dancebeats und Jazz sind zu hören. Caligola verstehen sich deshalb auch nicht als klassische Band, sondern vielmehr als Künstlernetzwerk. Das Album „Back To Earth“ ist der neue musikalische Ausdruck einer erweiterten Stockholmer Verbindung!

Und diese gibt sich geheimnisvoll. Auf den vorliegenden Pressefotos der Band verstecken sich die Mitglieder wie Mönche unter den großen Kapuzen ihrer Kutten – selbst Fans müssen mehrmals hinschauen, um die Zwei zu erkennen. Gustaf sagt dazu: „Wir merken ja bei Mando Diao jeden Tag, wie personenbezogen alles gesehen wird. Eine ganze Menge Leute trägt ihren Teil zum Gesamtprojekt bei, aber am Ende wird alles nur demjenigen gutgeschrieben, der singt und der vorne steht. Das ist ein Problem, denn schließlich gibt es so viele Aspekte, die alle zur Popmusik gehören: Mode, Malerei, Film… Caligola hingegen ist eine Verbindung, in der jeder gleich ist. Das illustrieren die Capes: Jeder ist gleich, jeder hat den gleichen Wert.“

Dies greift die Botschaft auf, die Caligola verbreiten will: Die Belebung verschiedener Kunstformen. Die Liste an musikalischen Gästen ist entsprechend breit gefächert: Nutty Silver, Toaster. Agnes, Popsängerin. Per „Ruskträsk“ Johansson und Emil Jansson, Jazz-Saxofonist bzw. Trompeter. Oskar Bonde (Johnossi), Drummer. Hansson & Karlsson, 60s-Legenden. LaGaylia Frazier, Gospel-Diva. DJ Paul van Dyk wiederum wird für Remixe sorgen. Klingt crazy? Kein Wunder! Der Name Caligola kommt schließlich von einem verrückten Kaiser, der sich alles erlaubt hat.

Aber: Kunst kennt keine Grenzen! Sind wir nicht alle ein bisschen Caligola?

Ein Album Prelistening gibt es hier:

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1 Kommentar

  1. Na jaaa…

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