Keep Calm and Carry on von „Stereophonics“

Küstler:
Stereophonics
Redaktions-Wertung:
Titel:
Keep Calm and Carry on
Release:
26. Februar 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

Stereophonics ist für viele in Deutschland eigentlich kaum ein Begriff, außer für Insider des Britpops. Man kann es kaum glauben, dass die Band mittlerweile ihr siebtes Studioalbum veröffentlicht hat. Darunter auch ein „Best of Album“, welches der Vorgänger des jetzigen Longplayers „ Keep calm and carry on“ ist.

Sterophonics kommen aus Großbritannien. Die Band wurde bereits im Jahre 1992 gegründet. Weder dem Sänger noch den restlichen Bandmitgliedern ist ihr Alter anzusehen. Aber wie verheißt die Jugend so oft: „Traue niemanden über Dreißig“.

Das man mit über 30 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehört und man immer noch Musik von einer über fünfzehn Jahre alten Band hören kann, wird bei dieser Cd besonders deutlich.

Immerhin haben die Jungs von Stereophonics versucht einen neuen Ton anzuschlagen. Dabei muss man vermerken, dass ihnen das deutlich gelungen ist. Ganz im Gegenteil zu den „alten“ rockigen Stücken á la Oasis verblüffen Stereophonics mit einem neuen Sound. Obwohl sie ihre eigenen Wurzeln auf dem Album in einigen Stücken nicht verleugnen können, erkennt man hin und wieder die Einflüsse der Beatles oder sogar der Kinky Afros. Der Produzent muss es wissen, letztendlich hat er schon Bands wie Massive Attack oder auch Björk produziert.

Die Songs erzählen in sich selbst eine Geschichte, obwohl sie perfekt aufeinander abgestimmt sind und zusammenpassen. Von fetzigen bis zu ruhigen Stücken ist alles auf dem Album vertreten. Sämtliche Songs auf „Keep calm and go on“ hat der Frontmann Kelly Jones selbst geschrieben. Dabei hat er seinen Gefühlen freien Lauf gelassen. Im Endeffekt vermittelt jedes Lied auf dem Longplayer, das man trotz widriger Umstände stets durchhalten und vor allen Dingen weitermachen sollte. Nach Regen kommt bekanntlich wieder Sonnenschein.

Im Gegensatz zu den Vorgängeralben wurde bei „Keep calm and carry on“ mehr Wert darauf gelegt, dass die Stimme des Sängers Kelly Jones besonders zur Geltung kommt. Trotzdem bietet der Longplayer feine Gitarreneinlagen und Schlagzeugeinlagen. Einzelne Balladen glänzen mit Klaviermelodien und den Einsatz von Streichern.

Schon beim ersten Titel „She´s alright“ geht es richtig ab. In dem Titel „Innocent“ verarbeitet der Sänger die Erinnerung an den frühen Tod eines jungen Freund aus der Kindheit. Das Lied „Trouble“ behandelt das aktuelle Thema der anhaltenden Finanzkrise. Eine wirklich tolle Nummer ist der Song „Could you be the one“, welcher beim Zuhören eine melancholische Stimmung aufbaut und den Zuhörer dennoch mit einer positiven Stimmung zurücklässt. Mit tollen Gitarrenriffs kann „I got your number“ aufwarten. Ein Stück, welches der Zuhörer am Liebsten in der Rock-Bar um die Ecke bei einem Bier hören möchte. Ein absolutes Highlight ist die Rockhymne „Live ´n ´love“, welche man eher dem typischen Sound von Stereophonics zuordnen kann. Wieder etwas ruhiger wird es mit dem letzten der insgesamt zwölf Songs. „Show me how“ ist ein eher besinnliches Lied.

Der neue Sound steht den Stereophonics richtig gut. Der Albumtitel „Keep calm and carry on“ ist auf Grund der jeweiligen Texte der Songs wirklich gut getroffen. Ein Kauf des Longplayers lohnt sich also in jedem Fall.

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