Welcome To The Dollhouse von „Danity Kane“

Küstler:
Danity Kane
Redaktions-Wertung:
Titel:
Welcome To The Dollhouse
Release:
9. Mai 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

danity-kane-welcome-to-the-dollhouse-cd-bewertungendeWas bei uns „Popstars“ ist, ist in den USA „Making The Band“, eine Show, die mittlerweile zu den größten Einnahmequellen von Hip Hop- und Medienmogul P. Diddy gehört. Nach den eher gefloppten O-Town und Da Band waren Danity Kane die dritten Hervorkömmlinge dieses TV-Formats, die zweite unter Sean „Puffy“ Combs‘ Regie. Dass Shannon, D. Woods, Audrey, Dawn und Aundrea so erfolgreich sind, ist natürlich auf ihr bezückendes Äußeres zurückzuführen, doch dass da auch noch mehr dahintersteckt, bekommt man mit dem Nachfolger zu ihrem 2006er Debüt „Danity Kane“ deutlich zu spüren. Wie man es von Diddy kennt, holte er wieder einige große Producer-Namen ins Studio, darunter die hauseigenen Hitmen, Timbaland’s Lehrling Danja, Bryan Michael Cox oder The Runners, die „Welcome To The Dollhouse“ einen meist elektrischen, von Synthesizer geprägten und auch teils poppigen Sound aufs Auge drückten.

Single „Bad Girl“ eröffnet das Album gleich im angesprochenen etwas poppigen Stil, macht aber durch den tollen Gesang der fünf Ladies und Danja’s freshem Instrumental richtig Spaß und bekommt durch Feature Missy Elliott auch noch eine Prise Rap-Flavor. Die zweite Singleauskopplung „Damaged“ folgt sofort und führt den eingeschlagenen Weg fort. Schnelle Beats, elektrische Melodien mit Claps verfeinert, dazu eine traumhafte Vorstellung von Danity Kane. Erstes größeres Highlight von „Welcome To The Dollhouse“ dürfte „Pretty Boy“ sein.

Hier hört man sofort, dass Timbaland’s Protegé Danja am Werk war, denn er macht im Prinzip das Selbe wie sein Meister, das heißt tanzbare Rhythmen gepaart mit unglaublich abgefahrenen Elektrosounds, die in Zusammenspiel mit Shannon, Aundrea & Co. einfach ein Genuss für jeden sein sollten. Auch die kleinen Rap-Einlagen der Ladies kommen nicht schlecht. Dass es auch etwas gefühlvoller geht, zeigen uns Danity Kane und Danja mit „Strip Tease“, das zwar die mittlerweile total ausgelutschte Bassline Timbalands beinhaltet, durch den schönen Refrain dann aber doch noch gut anhörbar wird.

„Sucka For Love“ vertieft das Ganze noch einmal, wirkt wesentlich gefühlvoller, besticht durch seine emotionale und eingängige Hintergrundmelodie und auch die Performance von Danity Kane geht wieder mehr als in Ordnung. „Ecstasy“ hätte eigentlich das Zeug zum Albumhighlight. Warum? Produzenten: The Runners, Feature: Rick Ross! In gewohnter Miami-Manier, also mit tiefen Beats und Synthie en masse geht es auch schon verdammt gut los, dazu Rick Ross – perfekt. Auch Danity Kane machen anfangs noch alles richtig, allerdings artet ihre Gänsehautvorstellung gegen Refrain in fürchterliches Gejaule aus, man ist fast sprachlos, wie soetwas bei einem bis dato sehr guten Album überhaupt möglich ist.

Am Besten gleich die Skip-Taste gedrückt, denn was man als nächstes geboten bekommt, lässt einen doch glatt mit der Zunge schnalzen. „2 Of You“ bietet ein krachendes Instrumental, das keinen unberührt lässt und einfach zur rhythmischen Mitbewegung zwingt und auch das Mitgröhlen im Refrain ist nicht ausgeschlossen bei diesem Hit. Eine der wenigen Verwendungen von akustischen Instrumenten findet man auf „Poetry“, das ein Klavierspiel enthält, das kein Auge trocken lässt, durch Schlagzeug und E-Gitarre dann richtig bombastisch wirkt, was von Danity Kane auch wirklich genutzt und in einen phänomenalen Song umgemünzt wird.

Leider wirken die letzten beiden Lieder „Key To My Heart“ und „Is Anybody Listening“ sehr poppig und erinnern daher etwas an Pop-Gruppen als an Soul-Diven. Dafür ist der Bonus Track mit den „Making The Band“-Nachfolgern Day26 sowie Donnie Klang noch mal eine echte Wucht und lässt „Welcome To The Dollhouse“ mehr als gelungen ausklingen.

Mit ihrem zweiten Werk zeigen Danity Kane, dass sie mehr als nur eine Casting-Eintagsfliege sind und zu Diddy’s heißesten Eisen gehören. Auch wenn das Album manchmal etwas poppig und vielleicht auch etwas abwechslungsarm ist, tut das dem Hörspaß keinen Abbruch, im Gegenteil. Es ist eine Platte für den Alltag, die man sich auch gerne zweimal anhört. Wem das erste Album gefallen hat und auch auf Bands wie Pussycat Dolls steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

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