Untitled von „R. Kelly“

Küstler:
R. Kelly
Redaktions-Wertung:
Titel:
Untitled
Release:
4. Dezember 2009
LeserInnen-Wertung:
Web:
keine Angaben

„Untitled“, das Album mit dem sich R. Kelly nach zwei Jahren zurückmeldet. Er dachte sich wohl, er schreibt darüber, worüber er am besten Bescheid zu wissen meint: sein Bettgeflüster. Wenn man sich sein neues Album von den Texten her anhört, kommt einem der Gedanke, er habe seine Negativschlagzeilen verarbeitet. Denn diese gab es mehr als genug in der Zeit, wo gute Songs eher Mangelware schienen.

Songtechnisch mag man jetzt eher von niedrigerem Standard reden. Wie gesagt, Texte über Mädchen die ihn heiß machen, sein Bettgestell und sein liebstes Hobby, „Number one sex“. Der Titel eines seiner Songs auf dem Album (in der entschärften Version „Number One“).

Das witzige ist das Lied „Like I do“. Er zählt all die Dinge auf, die er nicht kann und sagt dann, er sei nur in zwei Dingen gut: Musik und „Körper Workout“. Er lädt seine Freundin in sein Fitnesscenter ein, was da dann passiert, das sei mal dahin gestellt. Die Beats, der Rhythmus und die Melodie sind cool, man kann schön mitswingen und wer den Text nicht versteht, findet es auch tanzbar. Zum Anbaggern geht es auch, wobei die Frage ist, welche Art von Frauen auf solches Anbalzen stehen.

Generell wie gesagt, die Beats und der Stil können sich sehen, in dem Fall, hören lassen. Wer jedoch nicht nur etwas über Bettgeflüster hören möchte, ist mit dem Album nicht gut bedient. Gastauftritte einiger Stars versuchen noch, die Songs zu retten. Wie z.B. Keri Hilson in dem eben erwähnten „Number 1“. Aber es reicht nicht. Aber wirklich unter Niveau ist wohl der sich auf dem Album an letzter Stelle stehende Song: Pregnant. Mädchen, die er schwängern will, werden besungen. Warum? Es gibt leider Gottes schon mehr als genug naive Mädchen auf dieser Welt. Und nun können diese sich cool fühlen und gleich noch weitere auf die Idee bringen?!? Bitte, bringt R. Kelly mitsamt seines Albums zum Psychiater, nur noch der kann ihm helfen und weitere arme unwissende Frauen schützen…

Und dann eben der Titel „Untitled“, so niveau- und ideenarm wie eben die Songs. Leider, lieber R. Kelly, wird, so wie ich das sehe, auch dieses Album nicht der Renner. Eingefleischte Fans mögen es vielleicht kaufen, einfach nur weil endlich wieder was von >Kells< da ist, aber andere wird es wohl eher nicht überzeugen.

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