So Far Gone von „Drake“

Küstler:
Drake
Redaktions-Wertung:
Titel:
So Far Gone
Release:
22. September 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

drake-so-far-gone-cover-cd-bewertungen-deAubrey „Drizzy“ Drake Graham, auch bekannt als „Wheelchair Jimmy“ der erstmals in der US TV-Show Degrassi zu sehen war, beglückt uns mit einem weiteren Release, der „So Far Gone“-EP, bevor 2010 sein erstes Album „Thank Me Later“ erscheinen soll.

Nachdem bereits im Februar ein Mixtape mit dem gleichen Namen erschienen ist, welches definitiv als Drake‘s bisher beste CD zu bezeichnen ist, gibt es große Hoffnungen für die EP.
Diese beinhaltet neben dem #1 Hit „Best I Ever Had“, vier weiter Songs die bereits auf dem So Far Gone Mixtape zu hören waren: „Successful“ feat. Lil Wayne & Trey Songz, „Uptown“ Feat. Lil Wayne & Bun B, sowie die Drake Solo‘s „The Calm“ und „Houstatlantavegas“.
Mit „I‘m Going In“ feat. Lil Wayne & Young Jeezy und „Fear“ sind auch zwei neue Songs mit auf der EP gelandet.

Über den Song „Best I Ever Had“ gibt es kaum noch was zu sagen: #1 der Billboard-HipHop/R&B-Charts und Zeit gleich auf #2 der Top100. Ein sommerlicher Pop Ohrwurm der trotz fehlenden Labels im Rücken, auf Hot 97 allgegenwärtig zu sein schien, was durch aus als besonderer Erfolg zu sehen sein kann. Entweder man hat den Song mittlerweile zu tode gehört, oder wer ihn noch nicht kennt herzlichen Glückwunsch, stellt schon mal den MP3 Player auf repeat, den Ihr werdet erst aufhören, wenn Ihr den Songtext auswendig könnt.
„Uptown“ ist der, im klassischen Hiphop-Sinne, wahrscheinlich stärkste Song der EP. Hier zeigen sich neben Drake auch Bun B und Lil Wayne von ihrer stärksten Seite über frischen „texanischen“ Beat.
„Houstatlantavegas“ und „The Calm“: Vorweg ist zu erwähnen, dass Drake ein post-Kanye Künstler ist, vielleicht der erste, sicherlich nicht der letzte. Nach Kanye‘s experimentellen Ausflug zum Gesang auf „808‘s & Heartbreak“ zu einer Art Electro-Beats, zeigt Drake wie es hätte sein können. Produziert von Noah “40″ Shebib, singt und rappt „Drizzy“ über milde, leicht Electro angehauchte Beats, mit einer Leichtigkeit, die den ein oder anderen wünschen lässt er würde „808‘s & Heartbreak“ neu auflegen, wovon er auf dem gleichnamigen Mixtape mit „Say Whats Real“ sogar einen Vorgeschmack geliefert hat.

In „Fear“ zeigt sich Drake, über einen funky groovigen Beat, von einer verletzbaren Seite. Weg von Ruhm und Reichtum ist dieser zeigt dieser Song eine neue Perspektive auf, was Geld und Ruhm dem jungen Drake gebracht haben. „Let‘s hope money doesn‘t change everything“.
Mit „I‘m Going In“ kommt der wohl aggressivste Song daher, ein typischer „Banger“ der neben „Uptown“ der zweite wirkliche Hip-Hop Song ist.

Vom musikalischen Standpunkt her ist Drake, neben KiD CuDi der wohl heißeste Newcomer des Jahres, wie er mit der EP wiedermal beweist.
In einem Verse in „Best I Ever Had“ sagt er, sein „Buzz“ wäre so groß, er würde sogar davon kommen wenn er eine leere CD verkauft, und genau das tut er auf gewissen Art und Weise, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der Songs bereits auf dem gleichnamigen Mixtape zu hören waren, welches wahrscheinlich die heißeste CD 2009 war.
Alles in allen trotzdem eine gute EP, allerdings nur für die interessant, die das Mixtape nicht haben.

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