Mr. Houston von „Marques Houston“

Küstler:
Marques Houston
Redaktions-Wertung:
Titel:
Mr. Houston
Release:
28. Mai 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

In der R’n’B- Szene tummeln sich so einige Rapper und auch ambitionierte Sänger, die sich den Markt gegenseitig streitig machen und nicht unterzukriegen sind. Einer von ihnen ist Marques Houston, der Cousin von Omarion, der seine musikalische Karriere bereits zu Beginn der 90er Jahre aufgenommen hat. Damals noch in der Band „Immature“, kurz IMx. 2002 hat er nach der Auflösung der Truppe eigene Wege eingeschlagen und seitdem drei Alben veröffentlich. 2010 steht nun sein viertes Album in den Startlöchern, das den schlichten Titel „Mr. Houston“ trägt.

Marques Houston dürfte vielen hierzulande seit den Hits „Naked“ und „That Girl“ ein Begriff sein. Auch mit seinem bekannten Cousin hat er bereits zusammengearbeitet und die Single „Alone“ veröffentlich. Das scheint auch das Motto seines aktuellen Albums zu sein, denn Marques holt sich lediglich bei einem Track Unterstützung und der ist auch gleich der Aufmacher von „Mr. Houston“. „I Love Her“ feat. Jim Jones ist allerdings kein wirklich gut gewählter Einstieg. Mit verzerrter Stimme und etwas dürftigen Rap-Parts ist die Single zwar ganz nett anzuhören, geht aber nicht wirklich ins Ohr. Auch „Body“, die Nr. 2, tut sich schwer, was besonders am schleppenden Rhythmus liegt. „How I Do“ scheint direkt daran anzuknüpfen und geht ziemlich unter. Erst „Express Lane“ zeigt schon bei den ersten Tönen Potenzial und könnte ein heißer Kandidat für die Charts werden. Danach wird es mit „Case Of You“ etwas ruhiger, Track Nr. 5 ist aber eingängiger als die ersten Songs der Platte und gefällt.

„Stranger“ kommt anfangs etwas unauffällig daher, überzeugt aber zumindest im Refrain. Der Folgesong „ Say My Name“ erinnert zwar an die Glanzzeiten von Destiny’s Child, hat damit aber so gar nichts gemein. Er ist eine relativ unspektakuläre Nummer, die keinen rechten Höhepunkt aufweist und somit untergeht. „Letter“ ist dann wieder ein kleiner Lichtblick und nach „Express Lane“ der Anspieltipp der Platte. Platz 9 der Tracklist belegt „Sexy Young Girl“. Ein Song, der fast schon unrhythmisch wirkt und dessen gewöhnungsbedürftiger Tempowechsel die hohe Stimme von Marques Houston schmerzverzerrt klingen lässt. Die vorletzte Nummer „Date“ versucht es dann wieder auf die schmusige Schiene, verschwindet aber im houston’schen Einheitsbrei. Daran kann auch der letzte Track „Beautiful Woman“ nicht mehr viel ändern.

Alles in allem enttäuscht Mr. Houston mit diesem Album. Nicht nur stimmlich, sondern besonders textlich. Die Tracklist liest sich wie das Inhaltsverzeichnis eines schlechten Liebesratgebers, hat inhaltlich aber nicht mal ansatzweise so viel zu bieten. Fraglich, ob sich Marques Houston mit diesem Album wirklich einen Gefallen getan hat.

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