Love Behind The Melody von „Raheem DeVaughn“

Küstler:
Raheem DeVaughn
Redaktions-Wertung:
Titel:
Love Behind The Melody
Release:
8. Februar 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

raheem-devaughn-love-behind-the-melody-cd-bewertungende„Love Behind The Melody“ ist bereits das zweite Album von Raheem DeVaughn, einem talentierten Soul-Sänger aus Newark, New Jersey. Ich kannte von dieser Platte eigentlich nur „Woman“, für das er ja auch eine Grammy-Nominierung bekam, von dem ich aber so begeistert war, dass ich sofort wusste: Dieses Album wird gut. Raheem macht weniger den klassischen R’n’B wie z.B. Joe oder R. Kelly, sondern eher ein Mix aus Neo-Soul mit etwas Rhythm & Blues.

Das angesprochene „Woman“ ist auch gleich der erste Song des Album, was ein sehr schmackhafter und genialer Anfang ist. Begleitet von einem schönen und ruhigen Klavierspiel, kann Raheem den Klang seiner Stimme und sein gelungenes Songwriting voll ausspielen. Eine ebenfalls echt traumhafte Nummer ist „Love Drug“, das sich etwas nach einer Mischung aus 80er Jahre Motown mit aktuellem Soul anhört, daher sehr melodisch ist und einem diese tollen Klänge sofort im Ohr hängen bleiben. Dass Raheem DeVaughn hier alles aus sich rausholt, verbessert das Ganze noch.

Etwas schwungvoller wäre „Energy“ zusammen mit OutKast-Mitglied Big Boi. Schönes und dynamisches Lied, das auf einiges an akustischen Instrumenten zurückgreift und uns zwei top aufgelegte Künstler bietet, die perfekt miteinander harmonieren. Auch das flotte „Friday (Shut The Club Down)“ ist ein echter Ohrwurm. Hier wurde wieder auf Instrumente wie Klavier, Bläser und Schlagzeug gesetzt, zusammen mir Raheem’s Gesang einfach ein musikalischer Traum.

Ruhiger und romantischer präsentiert er sich uns hingegen auf „Customer“, welches auch nicht von schlechten Eltern ist und das man sich am Besten in trauter Zweisamkeit anhört. Auch „Mo Better“ ist ein gelungener Lovesong, dessen mitreißender Refrain wirklich erste Sahne ist. Chillig und dennoch sinnlich ist Raheem’s Duet mit Sängerin Floetry auf „Marathon“, bei dem sie eine echt tolle Einheit bilden, besonders im Refrain, den sie gemeinsam performen.

Ebenfalls entspannt, aber auch fröhlich wäre der Frühlings-Song „Butterflies“. Ein tolles harmonisches Instrumental, mit Piano und Bläsern gepaart mit butterweichem Gesang – einsame Spitze! Der Rest der Platte ist insgesamt etwas ruhiger gehalten, was der Abwechslung nicht all zu gut tut, aber dennoch zu gefallen weiß. Besonders „Try Again“ mit seinen wieder sehr zahlreichen Instrumenten ist hier ein Gedicht, aber auch „Four Letter Word“, mit dem das Album ruhig und emotional ausklingt, gefällt mir noch richtig gut.

Die nicht angesprochen Songs kann man sich auch alles gut durchhören, haben aber bei Weitem nicht die Klasse der anderen, weshalb Raheem DeVaughn von mir „nur“ 4 Sterne für „Love Behind The Melody“ bekommt. Dieses Album ist für jeden zu empfehlen, der auf reifen, ehrlichen und gut produzierten Soul a lá Jaheim, John Legend oder Anthony Hamilton steht. Fans von Leuten wie z.B. Usher sollten vorher lieber mal reinhören.

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