Kritik | Life Is Good von „NaS“

Küstler:
NaS
Redaktions-Wertung:
Titel:
Life Is Good
Release:
13. Juli 2012
LeserInnen-Wertung:

Vier Jahre sind seit seinem letzten Album vergangen. Nun meldet sich Nasir ‚NaS‘ Jones mit seinem insgesamt zehnten Studioalbum zurück. Und zwar wirklich zurück. In alter Bestform, mit der Erklärung, dass das „Leben gut ist“. Und das kommt immerhin von einem Künstler bzw. Menschen, der in den letzten Jahren nicht immer unbedingt am Ende des Regenbogens stand.

Denn Gerüchte um Steuerschulden, Streitigkeiten mit Musikkonzernen (man denke an das Album „Nigger“, aus dem schließlich „Untitled“ geworden ist) und die Scheidung von Ehefrau Kelis lassen auch einen modernen Poeten, wie NaS sich gern selbst nennt, nicht völlig kalt. Und dennoch scheint er gerade aus den negativen Erfahrungen eine erstaunliche Stärke entwickelt zu haben. Das grüne Kleid, was auf dem Cover zu sehen ist, ist das Hochzeitskleid, das seine Ex-Frau einst getragen hat. Es war das Einzige, was sie nach der Scheidung im gemeinsamen Haus zurückgelassen hat. Das Stück Stoff ist somit praktisch auch die letzte Erinnerung an die Ehe, aus der ein Sohn hervorgegangen ist.

Vielleicht hat es das aber auch gebraucht. Denn „Life Is Good“ ist auf jeden Fall ein beeindruckendes Album geworden, das NaS-Fans der ersten Stunde absolut ansprechen dürfte. Anteil daran haben Produzenten wie Salaam Remi, No I.D., Buckwild oder auch Homie Swizz Beatz. Und natürlich auch Gast-Stars wie Mary J. Blige, Large Professor, Nikki Flores und auch Amy Winehouse mit einem bislang unveröffentlichen posthumen Vocalpart. Dementsprechend verschmelzen auf „Life Is Good“ Old- und New School. NaS altes und sein neues Leben.

Das macht er mit Tracks wie „A Queens Story“, „Daughters“. „World’s An Addiction“ oder „Back When“ deutlich. Mit viel Beat, teils sehr soulig, sehr 90s, auch mit Streichern und mal Klavier. Die langsamen Titel sind vielleicht nicht sofort jedermanns Geschmack, unterstreichen aber die Poetik, die NaS lebt. Hier stimmt einfach das Gesamtkunstwerk. Lyrics, Emotionen und auch Beats bzw. Sounds harmonieren perfekt. Die Features passen, NaS könnte nach „Illmatic“ von 1994 ein weiteres Mal Musikgeschichte schreiben. Sein Handwerk hat er auf jeden Fall nicht verlernt und der Kauf der Deluxe Edition mit 18 Titeln lohnt sich absolut!

Tracklist inkl. aller Features und Produzenten:

1. No Introduction (Produced by J.U.S.T.I.C.E. League)
2. Loco-Motive (feat. Large Professor) (Produced by No I.D.)
3. Queens Story (Produced by Salaam Remi)
4. Accident Murderers (feat. Rick Ross) (Produced by No I.D.)
5. Daughters (Produced by No I.D.)
6. Reach Out (feat. Mary J. Blige) (Produced by Salaam Remi, Rodney Jerkins, DJ Hot Day & Nas)
7. World’s An Addiction (feat. Anthony Hamilton) (Produced by Salaam Remi)
8. Summer On Smash (feat. Miguel & Swizz Beatz) (Produced by Swizz Beatz)
9. You Wouldn’t Understand (feat. Victoria Monet) (Produced by Buckwild)
10. Back When (Produced by No I.D.)
11. The Don (Produced by Salaam Remi, Heavy D & Da Internz)
12. Stay(Produced by No I.D.)
13. Cherry Wine (feat. Amy Winehouse) (Produced by Salaam Remi)
14. Bye Baby (Produced by Salaam Remi & 40)
Bonus Tracks for Deluxe
15. Nasty (Produced by Salaam Remi)
16. The Black Bond (Produced by Salaam Remi)
17. Roses (Produced by Al Shux)
18. Where’s The Love (feat. Cocaine 80s) (Produced by No I.D.)
Bonus track for iTunes
– Trust (Produced by Boi 1da)

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