Kritik | Take Care von „Drake“

Küstler:
Drake
Redaktions-Wertung:
Titel:
Take Care
Release:
14. November 2011
LeserInnen-Wertung:

„Thank Me Later“ war 2010 ein grandioses Album. Zum Bedanken kommt man allerdings gar nicht, denn Drake legt mit „Take Care“ (VÖ: 14.11.) direkt nach. „Headlines“ ist die erste offizielle Auskopplung und eine Nummer, die nicht lange fackelt. Wer dabei still stehen bleibt, hat entweder kein Rhythmusgefühl oder etwas in den Ohren! Wer noch nicht weiß, wer Drizza Drake ist: das ist der grandiose Mann, der u.a. mit Rihanna („What’s My Name“) oder DJ Khaled („I’m On One“) zusammengearbeitet hat und in den Charts mit Tracks wie „Find Your Love“ oder „Over“ vertreten war.

Auf dem Cover seines neuen und zweiten Albums gibt er sich tiefgründig und schaut nachdenklich in seinen Kelch, umgeben von Prunk und Kunst. Er gesteht, dass ihm Singles eigentlich nicht so viel bedeuten, er legt eher Wert auf Alben. „Mit dem neuen Album wollte ich eine komplette Geschichte erzählen. Ich will nicht, dass die Leute irgendeinen beliebigen Track davon hören und dann meinen, sie wüssten, was da alles auf Albumlänge passiert“. Das wäre auch viel zu schade, denn die Tracklist bietet so manche Überraschung und Gäste wie Stevie Wonder, The Weekend, Rihanna, Nicki Minaj oder Lil‘ Wayne.

Obwohl Drake mit den üblichen Verdächtigen im Studio war – Hausproduzent Noah „40“ Shebib und Boi-1da – hat er dieses Mal unter anderem auch mit 9th Wonder, T-Minus und DJ Premier zusammengearbeitet. Herausgekommen ist ein absolut fantastisches Album, das mit einer unheimlichen Vielfalt punktet und groß aufgeblasenen Tracks, an denen man sich gar nicht satt hören kann. Zu den stärksten Titel zählt dabei bereits der Opener „Over My Dead Body“, der sanft mit Piano beginnt, sich mit dem Einsatz von Drake aber besonders textlich alles andere als zimperlich entwickelt. Ebenso hörenswert ist die bereits angesprochene Auskopplung „Headlines“, die garantiert nicht mehr aus dem Kopf geht, gefolgt von „Crew Love“, wo Drake von The Weekend unterstützt wird, dem phänomenalen „Underground Kings“ und „Take Care“ feat. Rihanna. Songs von diesem Format hätte man sich mehr auf ihrem neuen Album gewünscht, denn hier stimmt einfach alles.

Das trifft in der Gesamtheit auch auf die neue Scheibe von Drake zu, denn „Take Care“ ist wirklich ein feines Stück Musik, dessen Titel auch nicht zufällig gewählt wurde. „Ich musste das Album einfach ‚Take Care‘ nennen, weil ich tatsächlich viel bedachter an die Sache herangegangen bin. Auch wenn die Veröffentlichungen nicht sonderlich weit auseinander liegen, hatte ich dieses Mal endlich die nötige Zeit, um wirklich jeden Aspekt so zu gestalten, wie ich es haben wollte.“ Damit hat er alles richtig gemacht, denn „Take Care“ ist zweifelsohne eines der stärksten R&B/Hip Hop-Alben 2011. Verdammt, dieser Mann hat es drauf und wird in Zukunft hoffentlich noch ganz viel von sich hören lassen!

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1 Kommentar

  1. Recht hat der Mann, aber leider nicht subjektiv

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