Kritik | Soul 2 von „Seal“

Küstler:
Seal
Redaktions-Wertung:
Titel:
Soul 2
Release:
11. November 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Jährliche verrückte Ehegeständnisse, ausgefallene Halloween-Kostüme – wenn es um seine Frau Heidi Klum geht, scheint Seal niemals die Puste auszugehen. Musikalisch hat er seinen Fans in den letzten Jahren allerdings eher das Gegenteil bewiesen, denn schon seit etlichen Jahren gibt es von dem Sänger kein neues Material. Stattdessen Best-ofs, Coverversionen, Neuauflagen. Das Schlechte gleich vorweg: Auch „Soul 2“ ist nichts anderes. Seal hat aber angekündigt, dass bald wieder ein eigenes Album kommen soll.

Echte Seal-Kenner dürften ohnehin bereits anhand des Albumtitels gewusst haben, dass es sich hierbei um die Fortführung der Reihe handelt, die Seal 2008 ins Leben gerufen hat. Sein Album „Soul“ hat sich bereits damals mit großen Soul-Klassikern befasst und bei „Soul 2“ ist es nicht anders. Seal haucht bekannten Hits wie „Lean On Me“, „Let’s Stay Together“ oder „Wishing On A Star“ neues Leben ein und beweist einmal mehr seinen ganz typischen Soul-Touch. Er selbst sagt dazu: „Die Songs auf ‚Soul 2‘ sind die Ergebnisse einer natürlichen Evolution seit dem ersten Soul-Album – und es sind durchweg zeitlose Klassiker.“

Aufgenommen hat er diese gemeinsam mit seinem langjährigen Producer Trevor Horn und der Produzenten-Legende David Foster. Beide schwärmen in den höchsten Tönen von Seal, bezeichnen die Zusammenarbeit als etwas ganz Besonderes. Und sie hoffen natürlich, dass die Hörer von „Soul 2“ das genauso sehen. Fans des ersten Albums der Soul-Reihe dürften auf jeden Fall nicht enttäuscht sein, ist es doch einmal mehr Seals warme Stimme, die wunderbar passend aus den Lautsprechern tönt. Perfekt für kalte Herbsttage und den kommenden Winter. Man wünscht sich fast einen Kamin herbei, um die richtige Atmosphäre für Seals achtes Album zu schaffen.

Was Fans aber schon bei „Soul“ bemängelt haben, ist auch bei „Soul 2“ nicht anders: die Länge der Tracklist. Diesmal sind es sogar nur elf statt zwölf Songs geworden, und nicht jeder von ihnen wird vollkommen perfekt von Seal interpretiert. Er macht sich ganz klar Titel wie „Love TKO“ oder „Let’s Stay Together“  zu eigen, andere Umsetzungen wie „Ooh Baby Baby“ und „Love Don’t Live Here Anymore“ bleiben aber eher blass und trösten nicht darüber hinweg, dass der Brite lange selbst nichts mehr zu Papier gebracht hat. Und auch wenn „Soul 2“ in der Gesamtheit angenehm ist, eine Revolution ist es nicht!

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