Kritik | Our Version of Events von „Emeli Sandé“

Küstler:
Emeli Sandé
Redaktions-Wertung:
Titel:
Our Version of Events
Release:
10. Februar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Sie ist einer der am heißest gehandeltsten UK-Newcomer des Jahres: Emeli Sandé! Die Lady, die von Englands Öffentlichkeit derzeit als neues Oktav-Wunder gehandelt wird, war bereits an mehreren Top 10-Hits beteiligt und ist längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Dennoch wollte sie auch ihre Solo-Karriere emanzipieren und hat mit ihrer großartigen Debüt-Single „Heaven“ direkt mal gezeigt, wo der Hammer hängt. Mit aufwendigen Streichern, bombastischen Bläsern und TripHop-Beats und einem außergewöhnlich intensiven Gesang. Am 10 Februar ist nun ihr Album „Our Version of Events“ erschienen und das sollte keinesfalls verpasst werden!

Musik-/Filmproduzent und leidenschaftlicher Juror Simon Cowell hat bereits zugegeben, dass Emeli Sandé zu seinen Lieblingssängerinnen zählt. England feiert die 24-jährige aus Aberdeen ebenso als Ausnahmekünstlerin. Damit entwickelt sich natürlich eine gewisse Erwartungshaltung und diese kann schnell in Druck ausarten.

Für Emeli kein Problem, sie beherrscht ihr Handwerk. Schon im zarten Alter von 11 Jahren konnte sie perfekt Klavier spielen. Musik ist ihr Leben. Das wissen auch viele ihrer Kollegen, die bereits mit ihr gearbeitet haben. Darunter Tinie Tempah (‘Let Go’), Professor Green (‘Kids That Love To Dance’ & `Read All About It’) und Tinchy Stryder (‘Let It Rain’). Auch als Songwriterin hat sich die Schotting einen Namen gemacht. Titel von Susan Boyle, Cheryl Cole oder Leona Lewis stammen aus ihrer Feder. Die ehemalige Medizinstudentin ist ganz offensichtlich vielseitig begabt und nicht nur mit einem kräftigen Organ gesegnet. Ihre Vorliebe für Künstler wie Nina Simone, Joni Mitchell, Roberta Flack und Lauryn Hill ist deutlich, aus ihrer Bewunderung macht sie keinen Hehl.

Überhaupt sagt sie: „Ich mache mir keine großartigen Gedanken, ob meine Musik in eine bestimmte Kategorie passt. Es hat keinen Sinn, sich selber zu limitieren, wen man erreichen kann. Aber ich möchte respektiert werden.“ In Musikerkreisen ist sie das längst, am Rest arbeitet sie jetzt mit „Our Version of Events“ und 14 Songs, die mit starken Texten und Melodien aufwarten.

Darunter schillert eine spannende Persönlichkeit, von der man eigentlich noch viel zu wenig weiß. Wer ist das Mädchen mit dem Freida Kahlo Tattoo auf dem Arm, von dem alle so schwärmen? Auf ihrer Homepage verrät Emeli praktisch nichts über sich. Ungewöhnlich, aber gleichzeitig auch faszinierend. So kann man sich ganz auf Emelis Stimme konzentrieren, auf ihre Musik. Dass sie beides beherrscht, zeigen besonders die Nummern „Heaven“ und „Daddy“ von ihrem Album. Sie zählen ohne Frage zu den stärksten Songs, legen die Messlatte damit aber ziemlich hoch, weshalb es durchaus Titel gibt, die etwas hinter den Erwartungen zurück bleiben. Emeli Sandé kann viel mehr, als sie auf ihrem ersten Album zeigt. Auch das macht uns aber neugierig!

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