Kritik | No Boys Allowed von „Keri Hilson“

Küstler:
Keri Hilson
Redaktions-Wertung:
Titel:
No Boys Allowed
Release:
08. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Spätestens seit ihrem Smash-Hit „I Like“ ist Keri Hilson eine feste Größe im R&B-Business. Die 28-jährige US-Amerikanerin ruht sich auf ihren Lorbeeren aber nicht aus, sondern legt direkt nach. Und zwar mit dem Album „No Boys Allowed“. Die erste Single-Auskopplung „Pretty Girl Rock“ war bereits im Rahmen des Finales von GNTM zu hören und kam beim Publikum bestens an. Auch in den internationalen Charts schlägt sich der Song hervorragend: Hierzulande hat er aktuell Platz 14 inne, in den USA steht er auf Position 24.

Beachtlich, wenn man bedenkt, dass Keri ihre Karriere eigentlich eher im Hintergrund, als Songschreiberin begonnen hat. Heute füllt ihre kristallklare Stimme große Hallen und auch in den Clubs werden zu ihren Titeln mit Begeisterung die Hüften geschwungen. Schon mit ihrem Debüt „In A Perfect World …“ konnte die Sängerin aus Georgia Kritiker und R&B-Fans positiv überraschen. Kein Wunder, dass Keri das Album zwei Grammy-Nominierungen eingebracht hat.

Nun steht „No Boys Allowed“ in den Läden. Und obwohl es der Titel vielleicht vermuten lässt: Männer sollen nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Es geht vielmehr darum, dass jede Frau irgendwann an den Punkt kommt, an dem sie keinen Jungen mehr an ihrer Seite braucht, sondern einen Mann! Einen erwachsenen, gestandenen Kerl, der genau weiß, was er will. Deshalb ist das Album eher als Aufforderung zu verstehen. Als Appell an alle Frauen, die noch mit ihrem Selbstbewusstsein hadern. „Every woman has a breaking point ..“, singt Keri.

Schwer fällt einem dies angesichts der Vielzahl an tollen Tracks nicht. Besonders „Pretty Girl Rock“ ist der geborene Ohrwurm für den Sommer und einer von Keris Lieblingen auf dem Album. „Ich weiß noch genau, wie Ne-Yo mir den Beat im Studio vorgespielt hat. Und ich war sofort hin und weg.“ So geht es auch dem Zuhörer, denn der Song zählt eindeutig zu den stärksten Nummern auf „No Boys Allowed“. Er wird ergänzt durch eine unwiderstehliche Mischung aus balladesken und schnelleren R&B-Tracks. Insgesamt sind es 18 Titel, die zum Tanzen und Entspannen einladen. Angesichts von Produzenten wie Timbaland und Polow Da Don kein Wunder. Keri war aber nicht untätig und hat selbst Tracks wie den Opener „Buyou“ geschrieben. Neben ihr waren John Legend oder Boi-1da als Songwriter für ihre neueste Scheibe im Einsatz.

So ist eine beachtliche Mischung entstanden und ein Album, bei dem eines garantiert nie aufkommt: Langeweile! Es unterscheidet sich deutlich vom Vorgänger „In A Perfect World …“, der doch recht dance-lastig war und wenige Balladen zu bieten hatte. Mit „No Boys Allowed“ bedient Keri Hilson nahezu jede Sparte und hat eine Scheibe geschaffen, auf der jeder seine Favoriten finden dürfte. Es zelebriert die Weiblichkeit in jeder Note und zeigt vor allem die Weiterentwicklung der einstigen Begleitstimme in Xzibits Song „Hey Now“. Executive Producer Polow Da Don ist sicher nicht der Einzige, der denkt, dass „No Boys Allowed“ eines der besten Alben des Jahres 2011 ist.

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1 Kommentar

  1. „No Boys Allowed“ ist das 2. Studio-Album der 28-jährigen R&B Sängerin aus Georgia. Mit diesem Album zeichnet sie das Bild einer selbstbewussten Frau im 21. Jahrhundert.
    Mit der ersten Single Auskopplung „Pretty Girl Rock“ erhält man hierauf den ersten Vorgeschmack. Das Video dazu stellt eine Homage an alle großen weiblichen Musik- und Stilikonen der letzten 200 Jahr dar.
    Der Aufruf zu mehr Selbstbewusstsein zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Keri Hilson selbst sieht sich an einem Punkt im Leben, wo Sie einen Mann an Ihrer Seite braucht – keinen Jungen mehr (No Boys Allowed).
    Der Beginn eher poetisch mit „Beauty Mistkae“ bis zum satten Club-Beat „The Way You love me“.
    Am deutlichsten wird ihre Aussage wohl im „Pretty Girl“ Sie selbst sagt dazu:“

    Ich will damit sagen, dass keiner das Recht hat, uns Frauen zu sagen, wie wir uns in unserem Körper zu fühlen haben. Denn ehrlich gesagt fühlen sich die meisten doch erst dann gut, wenn andere sie schön finden.
    Die insgesamt 18 Titel sind eine solide Mischung aus balladesken und schnelleren R & B Tracks, die sowohl zum Tanzen als auch zum Entspannen einladen, was angesichts der Produzenten Timbaland und Polow Da Don nicht verwundert. Die Klangqualität ist überzeugt durchgehend.
    Es ist ein Album entstanden, bei dem keine Langeweile aufkommt und das sich deutlich von dem dance-lastigen Vorgänger „ In A Perfect World“ unterscheidet.
    Aber obwohl Keri Hilson durch ihre Stimmenvielfalt und Wandelbarkeit überzeugt, nicht nur rockig, sondern auch mal soft gesungene und geschwungene Songs, drängen die markanten Synthesizer-Läufe Ihre nicht allzu kräftige Stimme ins Abseits, zu viel des guten von ihrem Mentor Timbaland.
    Es gelingt deshalb nur dem Song „Pretty Girl Rock“ durch seinen eingängigen Hook wirklich im Gedächtnis zu bleiben und die Aussage „No Boys Allowed“ tatsächlich zu transportieren.
    Weniger Prominenz hätte dem Album sicherlich gut getan und Keri Hilson mehr in den Fokus gerückt.

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