Kritik | Love Me Back von „Jazmine Sullivan“

Küstler:
Jazmine Sullivan
Redaktions-Wertung:
Titel:
Love Me Back
Release:
26. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Jazmine Sullivan klingt wie eine Mischung aus Mary J. Blige, Kelly Rowland, Alicia Keys und Fantasia und somit wie das perfekte „musikalische Häppchen“. Während sie in den USA bereits große Erfolge feiern konnte, ist sie bei uns bislang größtenteils unbekannt. Eigentlich eine Schande, denn die R&B- und Soulsängerin aus Philadelphia, die bereits mit elf an Talentwettbewerben teilgenommen und mit 15 ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben hat, sollte keinesfalls ungehört bleiben. Der Meinung war auch Missy Elliott, die mit ihr zusammengearbeitet und sie bei ihrem ersten großen Hit „Need U Bad“ unterstützt hat. Eine fruchtbare Kooperation, denn die Single hielt sich 20 Wochen in den amerikanischen Charts und schaffte es bis auf Platz 37. In Europa bekam man davon leider nur wenig mit. Ebenso wie von Jazmines erstem Album „Fearless“, das 2008 die US-Top 10 rockte und ihr sieben Grammy-Nominierungen einbrachte.

2010 soll sich das nun endlich ändern und Jazmine Sullivan greift mit „Love Me Back“ auch die restliche Welt an. Ihr zweites Album ist feinster R&B und enthält elf Tracks, die nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lässt, ausschließlich von Herzschmerz handeln, sondern hauptsächlich von Vertrauen und Glück. Der Aufforderung „Love Me Back“ kommt man gern nach und genau das ist es auch, was Jazmine sich wünscht: Liebe von der Branche und ihren Fans. Bei Titeln wie „10 Seconds“, „Don`t Make Me Wait“ oder „Luv Back“ fällt das nicht schwer. Die Sängerin hat eine kraftvolle Stimme, die sie in abwechslungsreichen und perfekt arrangierten Songs unter Beweis stellt. Fast alle Tracks entpuppen sich schon nach kurzer Zeit als Lieblingsstücke und machen das Album zu einem echten Geheimtipp. Zu einer akustischen Streicheleinheit aus 80s, Balladen und Uptempo-Nummern, bei denen die Handschrift von Salaam Remi, No-ID und Ne-Yo zu erkennen ist.

Zu den stärksten und bemerkenswertesten Nummern zählen dabei „Holding You Down (Goin’ In Circles)“, die erste Singleauskopplung, die von der fantastischen Missy Elliott produziert wurde, „Good Enough“, „Don’t Make Me Wait”, „Excuse Me“ und „Famous“. Eigentlich müsste man alle elf Titel nennen, denn Jasmine Sullivan liefert mit „Love Me Back“ eine echte Schatztruhe voller Akustikperlen und begeistert, wie auch schon Fantasia mit „Back To Me“ in diesem Jahr. Man wünscht ihr von Herzen, dass sie mit diesem Album endlich die internationale Aufmerksamkeit bekommt, die ihr gebührt! Denn was viele nicht wissen: Sullivan ist nicht nur als Sängerin, sondern auch als Songwriterin äußerst begabt und hat bereits Titel für Stars wie Jennifer Hudson oder Christina Milian geschrieben.

Anspieltipps: „Good Enough“, „Don`t Make Me Wait“ und “Famous”

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