Kritik | I Remember Me von „Jennifer Hudson“

Küstler:
Jennifer Hudson
Redaktions-Wertung:
Titel:
I Remember Me
Release:
22. April 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Würde sich die Stimme proportional zum Körpergewicht verhalten, dann wäre Jennifer Hudsons unglaubliches Organ ganz sicher schon einem leisen Piepsen gewichen. Die Powerfrau war in den letzten Wochen schließlich vor allem wegen ihres krassen Gewichtsverlustes in den Medien vertreten und hat gesanglich, zumindest hierzulande, schon längere Zeit nichts mehr zum Besten gegeben. Aus gutem Grund. Sie hat sich auf ihr zweites Soloalbum „I Remember Me“ konzentriert, das vor wenigen Tagen erschienen ist. Nach „Jennifer Hudson“ eine weitere Scheibe, auf der die einstige American Idol-Teilnehmerin beweist, dass sie es einfach hat. Das gewisse Etwas.

Rückblickend hatte sie es in den letzten Jahren nicht gerade leicht. Nach dem gigantischen Erfolg mit dem Film „Dreamgirls“, für den Hudson u.a. einen Golden Globe und einen Oscar erhielt, und einer Rolle in „Sex And The City“ kam 2008 ein echter Tiefschlag, als ihre Mutter, ihr Neffe und ihr Bruder ermordet worden. Jennifer nahm sich die Zeit, die sie brauchte, um diesen Schicksalsschlag zu verarbeiten (so gut das denn geht) und hatte willkommene Abwechslung, als sie Anfang 2009 erfuhr, dass sie schwanger ist. Ihr Söhnchen kam im August des gleichen Jahres auf die Welt.

Und ihr zweites Baby, das Album „I Remember Me“, hat Anfang Mai 2011 das Licht der Welt erblickt. Es ist keine Partyscheibe, das hat man auch nicht erwartet, sondern steckt voller Tiefgang und Lyrics, die teilweise das Familiendrama aufarbeiten, das sich vor drei Jahren ereignet hat. Es sind starke Songs, gesungen von einer unheimlich starken Frau, die berühren und für Fans des Debütalbums genau richtig sein dürften. Nummern wie der Opener „No One Gonna Love You“, „Where You At“, der Titelsong „I Remember Me“ oder “Gone” gefallen bereits beim ersten Hören und sind ein gelungener Mix aus Balladen und sanften Uptempo-Tracks. Auf der CD finden sich zudem eine Coverversion von „Feeling Good“, welches schon Michael Bubblé und Muse auf ihre Art interpretiert haben, und der Bonus Track „Spotlight“ vom Album „Jennifer Hudson“. Den Abschluss der CD bildet ein Duett mit Leona Lewis.

Den Hörer erwarten somit 14 Titel, die teils nachdenklich und melancholisch stimmen, teils aber auch einfach nur zum Tanzen animieren. Damit ist es Jennifer Hudson erneut gelungen, eine sehr homogene Scheibe auf den Markt zu bringen, die ihre Liebhaber finden wird. In den USA steht „I Remember Me“ aktuell auf Position 2, im UK auf der 20 und in Deutschland auf der 84. Es ist also eindeutig noch Luft nach oben, und dass Jennifer Hudson so schnell nicht die Puste ausgeht, dürfte wohl mittlerweile wirklich jeder begriffen haben.

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