Kritik | Basic Instinct von „Ciara“

Küstler:
Ciara
Redaktions-Wertung:
Titel:
Basic Instinct
Release:
10. Dezember 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Bei Titeln wie „Goodies“, „Like A Boy“ und „1, 2 Step“ denkt man fast automatisch an Ciara und einige der besten R&B Songs der vergangenen Jahre. Die Texanerin hat in Zusammenarbeit mit Größen wie Missy Elliott, 50 Cent und Ludacris fantastische Songs komponiert und produziert, was ihr nicht nur zahlreiche Auszeichnungen, sondern auch traumhafte Verkaufszahlen eingebracht hat. Allein das Debütalbum „Goodies“ ging fünf Millionen Mal über die Ladentheke. Daran konnte das dritte Album „Fantasy Ride“ nicht mal ansatzweise anknüpfen, denn es verkaufte sich „nur“ knapp 330.000 Mal und war in den weltweiten Charts eher mäßig erfolgreich. Der einzige wirkliche Hit war „Love Sex Magic“ mit Justin Timberlake, der es hierzulande bis auf Platz 7 schaffte.

Das ist knapp anderthalb Jahre her und deshalb legt Ciara jetzt kurz vor Jahresende, nach zahlreichen Verschiebungen, mit ihrem vierten Studio-Album „Basic Instinct“ nach. Damit will sie zu ihren Wurzeln zurückkehren und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Heißt: Sneakers statt High Heels und deutlich mehr Urban-R&B-Sound. Die erste Single „Ride“ feat. Ludacris steht in den amerikanischen Billboard Hot 100-Charts bereits auf Platz 42 und wurde u.a. von Tricky Stewart und The-Dream geschrieben/produziert. Der Track ist in einem langsamen, sehr smoothen Rhythmus gehalten und erinnert damit an „Promise“. Ciara und Ludacris ergänzen sich hervorragend, was aber nicht überraschend ist, da die beiden bereits mehrfach zusammengearbeitet haben.

Eines macht „Ride“ deutlich und das ist auch auf dem ganzen Album hörbar: Ciara ist erwachsen geworden und klingt deutlich reifer. Funkige, lockere und unbeschwerte Nummern, die man von der Amerikanerin eigentlich gewohnt ist, sucht man größtenteils vergebens. Stattdessen überwiegen fast schon nachdenkliche und sparsam produzierte Tracks, die eine Weile brauchen, bis sie gefallen. Als Lieblinge entpuppen sich dabei „Gimme Dat“, „Girls Get Your Money“, „Yeah I Know“, „You Can Get It“ und “Turn It Up” feat. Usher. Letzterer zählt neben “Gimme Dat” und “Heavy Rotation” zu den wenigen schnellen Stücken der Scheibe und ist einer der stärksten Songs auf „Basic Instinct“.

Fans von Ciara dürften anfangs vielleicht ein wenig enttäuscht sein, denn das Album entfaltet seine Stärke nicht beim ersten Hören und wirkt im Gesamten etwas blass. Nach und nach kristallisieren sich einzelne Ohrwürmer heraus, die Ciara in die Charts bringen dürften (oder bereits gebracht haben). Insgesamt bleibt das Album aber hinter den Erwartungen zurück, was schade ist, da Miss Ciara Princess Harris ja bereits mehrfach gewiesen hat, wie talentiert sie ist.

Anspieltipps: „Ride“, „Gimme Dat“ und „Turn It Up“

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